Martin Hafen


Vita

Prof. Martin Hafen
24.04.2023 Geboren in St.Gallen
Sozialarbeiter HFS und Soziologe (Dr. phil.)
Baumgartenweg. 18, 4053 Basel
Tel. (P) 061 331 68 66 | (G) 041 367 48 81 | (M) 078 406 58 59
martin.hafen@hslu.ch, www.fen.ch

 

1988 – 1991
Höhere Fachschule für Sozialarbeit in Basel mit Abschluss Diplom HFS, Hausmann

 

1991 – 1994
Geschäftsleiter der KETTE, Dachverband private Einrichtungen in der Drogenhilfe der Region Basel (50%) und Hausmann

 

1994 – 2001
Geschäftsleiter/Redaktor Zeitschrift SuchtMagazin und Hausmann (bis 1996 50%, danach 30%)

 

1996 – 2001
Studium Phil I: Soziologie (Hauptfach), Kommunikations-/Medienwissenschaft und deutsche Sprachwissenschaft (Nebenfächer)

 

1998 – 2001
Teilzeitredaktor der Internet-Seite www.infoset.ch, einer Koordinations- und Information- splattform der Schweizer Suchtarbeit

 

2001
Abschluss des Studiums mit dem Lizentiat Phil I (summa cum laude); Lizentiatsarbeit „Prävention – systemtheoretische Beschreibung eines neuzeitlichen Phänomens“

 

Seit Juli 2001
Dozent und Projektleiter an der Hochschule Luzern – Soziale Arbeit, Institut für Sozialma- nagement, Sozialpolitik und Prävention

 

September 2005
Abschluss der Promotion (summa cum laude) zum Dr. phil. an der Philosophisch-historischen Fakultät der Universität Luzern (Soziologie); Dissertation ‚Systemische Prävention – Grundlagen für eine Theorie präventiver Maßnahmen’

Input

Prävention psychischer Überlastungen von Kindern und Jugendlichen – eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.

Mit der Covid 19-Krise hat sich die Situation rund um die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in den deutschsprachigen Ländern Europas weiter verschärft, was unter anderem zu einem Anstieg der Suizidversuche und vollzogenen Suiziden geführt hat. Das Behandlungsangebot wird der steigenden Nachfrage in keiner Hinsicht gerecht. Oft müssen Betroffene auch in Krisensituation wochenlang auf eine angemessene psychologische und/oder psychiatrische Betreuung warten, wobei die Situation für Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten noch schwieriger ist. Besonders dramatisch ist die Lage für Kinder und Jugendliche aus Flüchtlingsfamilien, die durch traumatisierende Kriegs- und Fluchterlebnisse belastet sind.

So erstrebenswert ein substanzieller Ausbau der Behandlungskapazitäten auch ist – er reicht nicht aus. Vielmehr müssen auch die Anstrengungen zur Verhinderung der psychischen Überbelastung von Kindern und Jugendlichen verstärkt werden. Im Referat werden auf Basis einer system- und präventionstheoretischen Grundlage, Wege zur Prävention von psychischen Problemen bei Kindern und Jugendlichen skizziert. Die Ausführungen zeigen, dass Erfolge alleine mit Sensibilisierungskampagnen nicht erreicht werden können. Vielmehr braucht es gesamtgesellschaftliche Anstrengungen auf allen politischen Ebenen – der Familienpolitik, der Jugendpolitik, der Bildungspolitik, der Siedlungs- und Verkehrspolitik, der Integrationspolitik, der Wirtschaftspolitik und nicht zuletzt: der Umweltpolitik – um einer weiteren Verschlechterung der psychischen Befindlichkeit unserer Kinder und Jugendlichen wirkungsvoll entgegenzutreten.