Der Kongress für Zukunftsgestalter – 11. und 12. November in Graz

Programm

Legende:
Allgemeines
Referat
Praxisforen

Montag

  1. Check-In
    7.30–9.00 Uhr

  2. Beginn
    9.00h – Steiermarkhof

  3. Eröffnung und Moderation


    Mit Know-How und dem richtigen Gespür für Menschen und Situationen ist Yvonne Sammer mittendrin, authentisch im Gespräch und souverän in ihrer Präsentation. Als kommunikativer Motor gewinnt sie geschickt die Aufmerksamkeit des Publikums und bringt das Wesentliche auf den Punkt!

    Yvonne Sammer
    Business- & Eventmoderatorin, Dipl. SAin, Mediatorin, Jugendcoach

  4. Entwicklung


    „Hello World!”

  5. Grußworte


    Hermann Schützenhöfer
    Landeshauptmann der Steiermark

    Mag. Siegfried Nagl
    Bürgermeister der Landeshauptstadt Graz

    Erich Marks
    Geschäftsführer Deutscher Präventionstag

  6. 09:30 Uhr – Referat

    „Die digitale Gesellschaft und andere Mythen”
    Die technologische Entwicklung schreitet rasant voran und wird auch zukünftig den gesellschaftlichen Wandel maßgeblich prägen. Je mehr Dinge des Alltags digital gesteuert oder gar nur noch online möglich sind, desto mehr wird digitale Teilhabe zur Voraussetzung für soziale und gesellschaftliche Teilhabe.

    Das Internet ist für viele ein treuer Begleiter und immer weniger Menschen können sich ein Leben ohne das digitale Rückgrat ihres vernetzten Alltags noch vorstellen. Kaum jemand, der wesentliche Teile seines Lebensalltags per Messenger und E-Mail oder mit Hilfe anderer digitaler Helfer wie Einkaufslisten, Familienkalendern, Navigationsapps und vielen anderen organisiert, wünscht sich die Rückkehr zur guten alten Telefonkette, zu Klebenotizen und Falt-Stadtplänen. Das Internet ist ein Segen. Aber es ist zuweilen auch Fluch.

    Der Vortrag beleuchtet, wie sich Menschen in einer zunehmend digitalisierten Welt zurechtfinden, welche Haltungen, Motive und Barrieren ihr Verhalten steuern und wie “glücklich” sie das Internet tatsächlich macht.

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    Joanna Schmölz | D
    ist Digitalstrategin in der Senatskanzlei der Freien und Hansestadt Hamburg. Zuvor war sie Vize-Direktorin und wissenschaftliche Leiterin des Deutschen Instituts für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DIVSI), in dem sie die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Gesellschaft erforschte.

    Mit den DIVSI Internet-Milieus® vermaß sie regelmäßig den Zustand der zunehmend vernetzten Gesellschaft und beschrieb die digitalen Lebenswelten der Bevölkerung in Deutschland insgesamt und in unterschiedlichen Zuschnitten.

    Schmölz ist Mitglied im Beirat des Weizenbaum-Instituts für die vernetzte Gesellschaft (Das Deutsche Internet-Institut) und setzt sich in verschiedenen Zusammenhängen für die Gestaltung einer digitale Gesellschaft ein, in der Teilhabe für alle möglich ist, sozialer Fortschritt im Zentrum von Innovation steht und neue Technik dort sinnstiftend eingesetzt wird, wo sie dem Menschen nützt.

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  7. 10:15 Uhr – Referat

    Storytelling in der Kriminalitätsprävention – mit Geschichten Menschen erreichen!

    „Geschichten helfen Kindern einzuschlafen und Erwachsenen aufzuwachen“

    Geschichten berühren. Geschichten provozieren. Geschichten bewegen. Geschichten sind in Sprache gegossene Bilder. Sie erreichen Herz und Verstand und können so auf ganz besondere Weise tiefe Erkenntnisse und wirkliche Haltungs- und Verhaltensänderungen einleiten.

    In ihrem Vortrag zeigt Dr.in Hanna Milling die Kunst des Geschichtenerzählens als wirkungsvolle Methode im weiten Feld der Kriminalitätsprävention auf.

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    Dr.in Hanna Milling | D
    ist Friedensarbeiterin auf nationaler und internationaler Ebene und als Mediatorin und Ausbilderin BM©, Trainerin und Dozentin für Organisationen, Unternehmen und Universitäten im In- und Ausland tätig.

    Das Sammeln, Erfinden und Erzählen von Geschichten sind ihre Leidenschaft, die sie seit vielen Jahren erfolgreich einsetzt, um Menschen bei der Lösung von Konflikten und Problemen zu unterstützen.

    Sie ist Autorin des Buches „Storytelling – Geschichten berühren unser Herz. Ein Einführungs- und Nachschlagewerk mit Hundert und Einer Geschichte“, Wolfang Metzner Verlag, 2016.

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  8. Pause
    11:00–11:30 Uhr
  9. 11:30 Uhr – Referat

    Fake News, Lügen und Manipulation – Herausforderungen der Informationsgesellschaft

    Wir leben in einer Zeit, die so viele Nachrichten produziert und sendet, wie niemals zuvor. Wir haben Zugriff auf unzählige Quellen und können uns sogar selbst am Erstellen und Verbreiten von Informationen und Nachrichten beteiligen.

    Der Vortrag gibt einen Überblick über die Herausforderungen, mit denen wir in der heutigen Informationsgesellschaft konfrontiert sind: Was sind Fake News und wie können wir sie erkennen? Wer hat ein Interesse an Manipulationen? Wie gelingt es, sich zwischen falschen Nachrichten und gezielter Desinformation dennoch gut zu informieren?

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    Stefan Kühne, MSc, Diplom-Erwachsenenbildner (wba) | Ö
    ist Obmann des Bundesnetzwerks Österreichische Jugendinfos. Er leitet die wienXtra-jugendinfo und ist Herausgeber der e-beratungsjournal.net. Zahlreiche Publikationen und Lehraufträge zu den Themen „Onlineberatung“ und „Digitale Lebenswelten“.

  10. 12:15 Uhr – Referat

    Alle meine Freunde sind besser als ich! - Auswirkungen sozialer Mediennutzung auf den Selbstwert und Depressionen in Abhängigkeit von sozialen Vergleichen

    Ziel dieses Beitrags ist die Darstellung von drei Studien zur Erfassung kurzfristiger und langfristiger Effekte von sozial-vergleichendem Gebrauch der sozialen Netzwerke Facebook und XING auf den Selbstwert und depressive Tendenzen. Studie 1 (N = 75) zeigte im Rahmen einer Internetexposition im Labor, dass eine sozial-vergleichende Aufgabe im Internet im Vergleich zu einer Kontrollaufgabe einen geringeren Selbstwert zur Folge hat.

    Studien 2 und 3 (Ns = 809, 145) zeigten im Rahmen Online-Befragungen, dass sowohl passive Facebook- als auch die generelle XING-Nutzung mit höheren depressiven Tendenzen einhergehen. Diese Assoziationen werden über eine höhere Neigung zu sozialen Vergleichen und einen dadurch bedingten, geringeren Selbstwert vermittelt. Die Ergebnisse werden vor dem Hintergrund bisheriger Forschung diskutiert sowie Implikationen für die Präventionsarbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsen im Umgang mit Sozialen Medien abgeleitet.

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    Dr. Phillip Ozimek | D
    Department of Social Work
    University of Applied Sciences Münster Friesenring 32
    48147 Münster, Germany

    Employment
    Since 2019 Junior Professor for Social and Media Psychology,
    2016-2019 Research Fellow, Department of Social Psychology, Ruhr University Bochum 2014-2016 Research Assistant, Department of Social Psychology, Ruhr University Bochum
    2012-2016 Tutor for Statistics in Psychology, Department of Experimental Psychology and Methods, Ruhr University Bochum

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  11. Mittagspause
    13:00-14:00 Uhr
  12. 14:00 Uhr – Referat

    Psychologische Aspekte im Kinder- und Jugendbereich des digitalen Zeitalters

    Die rasante technische Entwicklung stellt uns immer wieder vor neue Aufgaben und es stellt sich die Frage, was fördert die geistige und soziale Entwicklung von Kindern & Jugendlichen und was beeinträchtigt sie? Man darf Digitalisierung und den Umgang mit digitalen Medien nicht vorschnell verurteilen, vielmehr geht es darum Risiken und beeinträchtigende Faktoren nicht außer Acht zu lassen und auf psychologische Aspekte im Gesamten zu achten.

    Eine zu intensive Nutzung digitaler Medien im Kindes- und Jugendalter kann zu einer Vielzahl von Beeinträchtigungen führen. Werden Computer, Smartphone & Co zu häufig verwendet, so irritiere dies die Entwicklung bestimmter psychologischer Fähigkeiten und damit einhergehend bestimmter Lebenskompetenzen wie z.B. Risiko- und Gesundheitsverhalten.

    Welche Auswirkungen haben die Nutzung digitaler Medien?
    Welche Herausforderungen stellen sich den Kindern & Jugendlichen und damit uns verantwortlichen Erwachsenen?
    Und welche Chancen und gewinnbringende Aspekte bietet uns das digitale Zeitalter?

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    MMag.a Simone Friesacher | Ö
    Klinische- und Gesundheitspsychologin, Erziehungs- und Bildungswissenschafterin, Arbeits- und Organisationspsychologin, Notfallpsychologin, Kinder-, Jugend- und Familienpsychologin, Verhaltenstherapie bei Kindern und Jugendlichen (in Ausbildung unter Supervision).

    Wichtigste berufliche Arbeitsfelder: Schulpsychologin (ÖZPGS) / Bildungsdirektion für Steiermark, psychologische Behandlung (Institut für Familienförderung, IFF), Diagnostik im Rahmen der Berufsausbildung & Qualifizierungsmaßnahmen Jugendlicher

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    Mag.a Doris Reinwald | Ö
    Klinische- und Gesundheitspsychologin, Psychotherapeutin (Verhaltenstherapie), Arbeits- und Organisationspsychologin, Notfallpsychologin, Säuglings-, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin, Kinder-, Jugend- und Familienpsychologin.

    Wichtigste berufliche Arbeitsfelder: Schulpsychologin (ÖZPGS) / Bildungsdirektion für Steiermark, Diagnostik / Mitarbeit bei der Erstellung von gerichtlichen Gutachten – Kinder-, Jugend- & Familienpsychologie (Kontext u.a. Obsorge, Kindeswohl, Missbrauch, Entwicklung).

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  13. 14:45 Uhr – Referat

    „Digitale Revolution?! Digitalisierung als Herausforderung und Chance für Bildung, Kultur und Gesellschaft."

    Die Geschichte der Medien ist die Geschichte der Mediatisierung. Der Medienwandel hat Menschen schon immer begleitet und sowohl für eine Erhöhung der Nutzung in quantitativer Hinsicht, als auch einer vermehrten Bedeutungszuschreibung auf qualitativer Ebene gesorgt. Begleitet wird dieser Prozess seit jeher durch das Zusammenspiel aus einer kulturpessimistischen Betonung der negativen Auswirkungen auf der einen und einer digital-euphorischen Sichtweise auf der anderen Seite.

    Der Beitrag ordnet diese Tendenzen in einer medienpädagogischen Perspektive ein und diskutiert sowohl Chancen als auch Herausforderungen in einer digitalisierten Welt, u.a. auf Basis der gesellschaftlichen Funktionen von Medien oder der Potenziale und Gefahren für Empowerment und Inklusion. Abschließend wirft er einen Blick auf unterschiedliche Facetten von Selbstbestimmung als Zieldimension für Bildung, Kultur und Gesellschaft und lädt dazu ein, über diese im Praxisforum ins Gespräch zu kommen.

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    Dr.in Katrin Schlör | D
    ist Professorin für Kulturarbeit, ästhetische und kulturelle Bildung (Schwerpunkt Medienbildung) in der Sozialen Arbeit am Campus Reutlingen der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg.

    Nach ihrem Studium der Medienwirtschaft an der Hochschule der Medien Stuttgart promovierte sie an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg in der Abteilung Medienpädagogik zum Thema Medienkulturen in Familien in belasteten Lebenslagen, wo sie anschließend als akademische Mitarbeiterin im Projekt Digitales Lernen Grundschule (dileg-SL) arbeitete.

    Darüber hinaus ist sie als selbständige Referentin und Autorin für Medienbildung tätig und Gründungs- sowie Vorstandsmitglied der Medienakademie Baden-Württemberg. Aktuell leitet sie das inklusive 360-Grad-Filmprojekt „Virtuell Barrierefrei“.

    Ihre Arbeitsschwerpunkte sind kulturelle Medienbildung, aktive Medienarbeit, medienpädagogische Eltern- und Familienarbeit und lebenslagensensible Medienpädagogik.

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  14. Praxisforen
    16:00–18:00 Uhr
  15. Praxisforum 1

    Storytelling in der Kriminalitätsprävention – mit Geschichten Menschen erreichen! „Geschichten helfen Kindern einzuschlafen und Erwachsenen aufzuwachen“.

    Im Praxisforum Storytelling werden die Einsichten aus dem Vortrag von Dr.in Hanna Milling vertieft und praktisch angewandt.

    Das Wie, Wann und Was der Erzählkunst im Kontext der Kriminalitätsprävention wird unter die Lupe genommen

    Die Teilnehmenden bekommen eine kleine Sammlung an hilfreichen Geschichten zur Hand, anhand derer Sie den Einsatz von Geschichten erproben können.

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    Dr.in Hanna Milling | D

    ist Friedensarbeiterin auf nationaler und internationaler Ebene und als Mediatorin und Ausbilderin BM©, Trainerin und Dozentin für Organisationen, Unternehmen und Universitäten im In- und Ausland tätig.

    Das Sammeln, Erfinden und Erzählen von Geschichten sind ihre Leidenschaft, die sie seit vielen Jahren erfolgreich einsetzt, um Menschen bei der Lösung von Konflikten und Problemen zu unterstützen.

    Sie ist Autorin des Buches „Storytelling – Geschichten berühren unser Herz. Ein Einführungs- und Nachschlagewerk mit Hundert und Einer Geschichte“, Wolfang Metzner Verlag, 2016

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  16. Praxisforum 2

    Jugend in der Informationsgesellschaft

    Jugendliche und junge Erwachsene haben es in der Informationsgesellschaft nicht leicht: Auf der einen Seite gibt es Zugang zu nahezu unendlichen Nachrichten-Quellen und auf der anderen Seite fällt es manchmal schwer, den Wahrheitsgehalt von Informationen und Nachrichten zu bewerten.

    Das Praxisforum stellt die Studie „suchen.finden.bewerten.com“ des Bundesnetzwerks Österreichische Jugendinfos und der FH Hagenberg vor und zeigt auf, wie sich Jugendliche heute online informieren.

    Welche Strategien und Methoden können genutzt werden, um Jugendlichen und jungen Erwachsenen im eigenen Medienhandeln zu unterstützen? Wie kann eine kritische Medien- und Informationskompetenz aufgebaut werden? Das Praxisforum gibt Antworten auf diese Fragen.

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    Stefan Kühne, MSc, Diplom-Erwachsenenbildner (wba) | Ö

    ist Obmann des Bundesnetzwerks Österreichische Jugendinfos. Er leitet die wienXtra-jugendinfo und ist Herausgeber der e-beratungsjournal.net. Zahlreiche Publikationen und Lehraufträge zu den Themen „Onlineberatung“ und „Digitale Lebenswelten“.

  17. Praxisforum 3

    Chancen und Risiken sozialer Medien in der Anwendung im Alltag – Prävention, Intervention und Selbstreflektion

    Die sozialpsychologische Forschung zeigt einerseits, dass soziale Medien Chancen bieten: Sie sind in der Lage, Menschen mit einem geringen Selbstwert und wenigen Freunden wieder ins soziale Leben zu integrieren und ihr Sozialkapitel zu erhöhen. Andererseits gibt es eine lange Forschungstradition, die auf die Risiken der Nutzung sozialer Medien hinweist: Vor allem die passive Nutzung (Betrachten von Profilseiten, Kommentaren, Informationen und Bildern anderer) dieser Medien kann das Wohlbefinden und den Selbstwert senken und das Risiko für eine Entwicklung von depressiven Tendenzen erhöhen.

    Im Rahmen dieses Praxisforums werden zunächst zentrale sozialpsychologische Ergebnisse zu den Auswirkungen der Nutzung sozialer Medien auf die menschliche Psyche vorgestellt und kritisch reflektiert. Anschließend werden gemeinsam mit den Teilnehmenden Präventions- und Interventionskonzepte aus den Ergebnissen abgeleitet und diskutiert.

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    Dr. Phillip Ozimek | D

    Department of Social Work
    University of Applied Sciences Münster Friesenring 32
    48147 Münster, Germany

    Employment:
    Since 2019 Junior Professor for Social and Media Psychology,
    2016-2019 Research Fellow, Department of Social Psychology, Ruhr University Bochum 2014-2016 Research Assistant, Department of Social Psychology, Ruhr University Bochum
    2012-2016 Tutor for Statistics in Psychology, Department of Experimental Psychology and Methods, Ruhr University Bochum

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  18. Praxisforum 4

    Psychologische Aspekte im Kinder- und Jugendbereich des digitalen Zeitalters – Auswirkungen auf Lernfähigkeit und Gesundheit

    Im Praxisforum werden die psychologischen Aspekte der digitalen Nutzung im Kinder- und Jugendbereich vertieft behandelt. Die Digitalisierung bietet eine Menge an Chancen & Möglichkeiten, aber es wird auch eine Vielzahl an möglichen Beeinträchtigungen angeführt - so werden kognitive, sprachliche, soziale und schulische Probleme genannt.

    Einer Fülle an förderlichen Aspekten steht eine Fülle an risikoreichen Einflüssen gegenüber wie z.B. Entwicklung von Kommunikations- und Konfliktkompetenz, Risiko- und Gesundheitsverhalten bis hin zur Entwicklung von Lern- und Konzentrationsstörungen und zur suchtähnlichen Symptomatik.

    Besonders Eltern in der Hauptverantwortung sind oft Fragen ausgesetzt, inwieweit und auf welche Weise sie den digitalen Alltag ihrer Kinder gestalten und steuern können und müssen, um positive Entwicklungsprozesse zu fördern und negative Einflüsse zu reduzieren.

    Medien an sich sind ambivalent – daher gehen wir der Frage nach, was die Chancen, Gefahren & Herausforderungen der Digitalisierung aus psychologischer Sicht sind und wie es uns gelingt, das digitale Leben gesund zu meistern?

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    MMag.a Simone Friesacher | Ö
    Klinische- und Gesundheitspsychologin, Erziehungs- und Bildungswissenschafterin, Arbeits- und Organisationspsychologin, Notfallpsychologin, Kinder-, Jugend- und Familienpsychologin, Verhaltenstherapie bei Kindern und Jugendlichen (in Ausbildung unter Supervision).

    Wichtigste berufliche Arbeitsfelder: Schulpsychologin (ÖZPGS) / Bildungsdirektion für Steiermark, psychologische Behandlung (Institut für Familienförderung, IFF), Diagnostik im Rahmen der Berufsausbildung & Qualifizierungsmaßnahmen Jugendlicher

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    Mag.a Doris Reinwald | Ö
    Klinische- und Gesundheitspsychologin, Psychotherapeutin (Verhaltenstherapie), Arbeits- und Organisationspsychologin, Notfallpsychologin, Säuglings-, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin, Kinder-, Jugend- und Familienpsychologin.

    Wichtigste berufliche Arbeitsfelder: Schulpsychologin (ÖZPGS) / Bildungsdirektion für Steiermark, Diagnostik / Mitarbeit bei der Erstellung von gerichtlichen Gutachten – Kinder-, Jugend- & Familienpsychologie (Kontext u.a. Obsorge, Kindeswohl, Missbrauch, Entwicklung)

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  19. Praxisforum 5

    Make Love not Hate Speech
    Hassrede und Falschmeldungen im Netz erkennen und begegnen

    Durch soziale Medien können Menschen einerseits intensiv an gesellschaftlichen Diskursen teilnehmen. Andererseits droht das Internet zur Dystopie zu werden, einem rechtsfreien Raum mit offenen Türen für Fremdenfeindlichkeit und Diffamierung. Neben Hate Speech im Kontext von Hass, Diskriminierung und Hetze im Internet, sorgen teils gezielte, teils unbewusste Falschmeldungen für Verunsicherung.

    Doch betreffen diese Probleme tatsächlich den Großteil der Netzgemeinde? Sind wir solchen Phänomenen ausgeliefert? Wie gelingt eine verantwortungsbewusste Kommunikationskultur im virtuellen Raum?

    Neben der Vermittlung von Informationen zu Hate Speech und Fake News, steht die Sensibilisierung für die einfachen Produktions- und Manipulationsmöglichkeiten im Zentrum des Praxisforums. Die Teilnehmenden produzieren dafür zunächst über verschiedene Wege selbst Fake News, um anschließend ihre Erfahrungen zu reflektieren und Wege kennenzulernen und zu diskutieren, um Fake News zu entlarven und Hate Speech zu begegnen.

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    Dr.in Katrin Schlör | D

    ist Professorin für Kulturarbeit, ästhetische und kulturelle Bildung (Schwerpunkt Medienbildung) in der Sozialen Arbeit am Campus Reutlingen der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg.

    Nach ihrem Studium der Medienwirtschaft an der Hochschule der Medien Stuttgart promovierte sie an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg in der Abteilung Medienpädagogik zum Thema Medienkulturen in Familien in belasteten Lebenslagen, wo sie anschließend als akademische Mitarbeiterin im Projekt Digitales Lernen Grundschule (dileg-SL) arbeitete.

    Darüber hinaus ist sie als selbständige Referentin und Autorin für Medienbildung tätig und Gründungs- sowie Vorstandsmitglied der Medienakademie Baden-Württemberg. Aktuell leitet sie das inklusive 360-Grad-Filmprojekt „Virtuell Barrierefrei“.

    Ihre Arbeitsschwerpunkte sind kulturelle Medienbildung, aktive Medienarbeit, medienpädagogische Eltern- und Familienarbeit und lebenslagensensible Medienpädagogik.

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  20. „20 Jahre Jubiläumsfeier” | Empfang
    18:00 – 22:00 Uhr

 

Dienstag

  1. Check-In
    7.30–9.00 Uhr
  2. Beginn
    9.00h – Steiermarkhof
  3. 9:00 Uhr – Referat

    Digitale Medien in der frühen Kindheit: Chance oder Risiko.
    Ob zu Hause, in der Schule, am Arbeitsplatz oder unterwegs, digitale Medien sind allgegenwertig. Dieser Megatrend ist in nahezu allen Altersgruppen und sozialen Schichten zu beobachten, sodass Kinder schon sehr früh mit digitalen Medien in variierender Form und Frequenz konfrontiert werden.

    Welche Chancen und Risiken der Kontakt mit digitalen Medien für Kinder mit sich bringt, ist aus wissenschaftlicher Sicht noch ungenügend erforscht. Insbesondere bezüglich der Auswirkungen auf die soziale und emotionale Entwicklung in den ersten drei Lebensjahren bestehen bedeutende Wissenslücken.

    Gleichzeitig sind kritische Stimmen in der Öffentlichkeit stark vertreten, sodass viel Potential zur Verunsicherung junger Eltern vorhanden ist, zumal digitale Medien Teil des Alltags von jungen Familien sind und auch außerhalb der Familie fast überall anzutreffen sind.

    Ausgehend von den primären frühkindlichen Bedürfnissen nach Bindung und Exploration sollen in diesem Vortrag mögliche Chancen und Risiken für Kinder unter drei Jahren wissenschaftlich beleuchtet und diskutiert werden, sowie erste Ergebnisse aus einer Pilotstudie präsentiert werden.

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    Dr. Fabio Sticca | CH
    Marie Meierhofer Institut für das Kind

    Seit 11/2016
    Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Marie Meierhofer Institut für das Kind, Zürich.
    04/2016 - 06/2018
    Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Zürich, Lehrstuhl für Gymnasialpädagogik mit Schwerpunkt Wirtschaftspädagogik.
    01/2015 - 07/2016
    Lehrbeauftragter und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Konstanz und der Pädagogischen Hochschule Thurgau, Arbeitsgruppe Entwicklung und Bildung in der frühen Kindheit.
    03/2014 - 03/2016
    Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Konstanz und der Pädagogischen Hochschule Thurgau, Arbeitsgruppe Empirische Bildungsforschung.
    08/2013 - 01/2015, 11/2010 - 09/2013
    Assistent an der Fernuni Schweiz im Modul Emotion und Motivation Doktorand an der Universität Zürich, Jacobs Center for Productive Youth Development.
    08/2007 - 08/2010
    Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Zürich, Jacobs Center for Productive Youth Development

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  4. 9:45 Uhr – Referat

    Lachkrampfseiten, Hobbylose und islamistische Ansprachen
    Über die Meinungsbildung Jugendlicher in Sozialen Medien im Kontext von Islamfeindlichkeit und islamistischen Ansprachen

    Soziale Netzwerkdienste wie bspw. Instagram, Snapchat, WhatsApp spielen für Jugendliche eine wichtige Rolle in ihrer Lebenswelt. Sie kommunizieren über diese mit Freundinnen und Freunden, schauen in ihnen Videos und machen sich gegenseitig auf verschiedenste Inhalte aufmerksam.

    Jugendliches Medienhandeln wird auf diese Weise zunehmend auch zu Bildhandeln. Gleichzeitig werden die sozialen Netzwerkdienste in den letzten Jahren verstärkt von religiösen und politischen Akteurinnen und Akteuren genutzt, die versuchen, gezielt Jugendliche anzusprechen.

    Der Vortrag setzt an vier Schwerpunkten an:
    (a) eine knappe Einführung zum Wandel von Öffentlichkeit durch Soziale Medien und der Relevanz politischen Bildhandelns für Jugendliche;
    (b) Studienergebnisse zum Umgang Jugendlicher mit niederschwelligen islamistischen und islamfeindlichen Ansprachen;
    (c) Studienergebnisse zur politischen Partizipation Jugendlicher im Online-Diskurs;
    (d) ein Fazit zur Meinungsbildung Jugendlicher in einer sich wandelnden Öffentlichkeit.

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    Dr. Georg Materna | D
    Studium in Leipzig, Halle/Saale, Wien, Clermont-Ferrand und Bayreuth. 2017 Promotion in Ethnologie über Straßenhändler im Senegal an der Bayreuth International Graduate School of African Studies (BIGSAS). Seit 2017 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am JFF – Institut für Medienpädagogik. Arbeit, Vorträge und Publikationen u. a. zu folgenden Themen: Medienkompetenz, Meinungsbildung Jugendlicher unter Bedingungen einer sich wandelnden Öffentlichkeit, Demokratieförderung und Islamismusprävention in Sozialen Medien.

  5. Pause
    10:30-11:00 Uhr
  6. 11:00 Uhr – Referat

    Jugend und Medien
    Jugend und Medien ist die nationale Plattform des Bundesamtes für Sozialversicherungen zur Förderung von Medienkompetenzen. Sie verfolgt das Ziel, dass Kinder und Jugendlichen sicher und verantwortungsvoll mit digitalen Medien umgehen.

    Die Aktivitäten der Plattform erfolgen sowohl im regulierenden als auch im erzieherischen Kinder- und Jugendmedienschutz. Auf der regulierenden Ebene stehen die Entwicklungen in der nationalen und kantonalen Gesetzgebung im Fokus. Aktuell ist ein Bundesgesetz in Ausarbeitung, welche Alterskennzeichnungen und Abgabebeschränkungen für Filme und Videospiele schweizweit einheitlich regelt.

    Im Bereich des erzieherischen Kinder- und Jugendmedienschutzes sind Eltern, Lehr- und Betreuungspersonen die wichtigsten Zielgruppen der Plattform. Sie sollen dabei unterstützt werden, im Medienalltag junger Menschen eine aktive Begleitfunktion wahrzunehmen. Zu diesem Zweck ist Jugend und Medien im Bereich der Information und Sensibilisierung aktiv, betreibt beispielsweise die Webseite www.jugendundmedien.ch, wo neben vielen zuverlässigen und aktuellen Informationen zum Thema auch Broschüren und Flyer kostenlos bezogen werden können.

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    Daniel Bollinger | CH
    Daniel Bollinger ist Leiter des Bereichs Kinder- und Jugendfragen beim Bundesamt für Sozialversicherungen.

    Zu diesem Bereich gehört u.a. die Nationale Plattform Jugend und Medien aber auch die Förderung von außerschulischen Aktivitäten für Kinder und Jugendliche sowie die Bundesansprechstelle für den Kinderschutz und die Kinderrechte.

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  7. 11:45 Uhr – Referat

    Digitales Alarm- und Notfallmanagement
    Vor dem Hintergrund der Digitalisierung und neuer sicherheitsrelevanter Herausforderungen der Notfallprozesse gaben neue Aspekte bei der Entwicklung von EVALARM den Ausschlag. Herkömmliche Alarmierungs- und Notfallprozesse entsprechen aktuell nicht mehr dem Stand der Technik und sind stark risikobehaftet.

    So stehen öffentliche Einrichtungen, z.B. Schulen, Universitäten, Behörden, Firmen uam., hinsichtlich Stör-, Notfall- und Krisensituationen vor neuen und komplexen Herausforderungen, da diese keine alltäglichen Situationen sind, für die es eine routinierte Herangehensweise gibt.

    EVALARM ermöglicht allen Beteiligten, Facility-Management, Polizei (u.a. als Partner beim Gütersloher Modell), Security, Rettungskräften, Brandschutz- und Notfallhelfern koordinierte Maßnahmen wie z.B. Evakuierung und Rettung einzuleiten und systematisch zu begleiten. Dabei stehen Hilfen, wie zugeordnete Gebäudepläne, Feuerwehrlaufkarten, Notfalldokumente, eine Fotofunktion und weitere nützliche Leistungen zur Verfügung.

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    Peter Endres | D
    GroupKom GmbH

    Peter Endress hat nach seiner kaufmännischen Ausbildung über 30 Jahre lang profunde Erfahrungen in der Beratung von Groß- und Mittelstandskunden gesammelt.

    Als Managing Partner der GroupKom ist er für den Vertrieb und die Partnerschaften für die Alarm- und Notfallmanagement Plattform EVALARM zuständig.

    Als CEO der Swiss Platinum Consulting AG Schweiz ist er heute verantwortlich für das Business Development und das Account Management in der Region D/A/CH.

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    Dieter Jung | D
    Kommissariat Kriminalitätsvorbeugung/Opferschutz der Polizei Gütersloh/NRW

    Dieter Jung war bis zu seiner Pensionierung 2016 im Kommissariat Kriminalitätsvorbeugung/Opferschutz der Polizei Gütersloh/NRW u.a. mit der Sicherheit in Schulen und anderen öffentlichen Einrichtungen betraut.

    In Kooperation mit Schulträgern, der Feuerwehr und dem polizeilichen Einsatzbereich entwickelte er ab 2009 das Projekt "Einsatzort Schule" heute: "Orientierungssystem für Einsatz- und Rettungskräfte -Gütersloher Modell-", das zunehmend bundesweit Verbreitung findet.

    Dieter Jung war verantwortlich für Konzeption und Durchführung von "Bedrohungsalarmübungen" für das Personal aller weiterführenden Schulen im Kreis Gütersloh und hat die erste Installierung digitalen Notfallmanagements an Schulen begleitet.

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  8. Mittagspause
    12:30-13:30 Uhr
  9. 13:30 Uhr – Referat

    Fake-News und die indirekt Gefahr für die Demokratie

    Falschinformationen – beispielsweise in Form von Zeitungsenten – sind schon lange Teil der Mediengeschichte und stellen somit kein gänzlich neues Phänomen dar.

    Spätestens jedoch mit dem US-amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf im Jahre 2016 ist das Phänomen der Falschinformation unter der Bezeichnung „Fake News“ vermehrt in den Fokus des öffentlichen und wissenschaftlichen Interesses gerückt. Fake News werden dabei als ernst zunehmendes gesamtgesellschaftliches Problem wahrgenommen und intensiv mit Blick auf ihre potentiell schädigenden Wirkungen diskutiert: Ergebnissen repräsentativer Umfragen zufolge berichten 72 Prozent der Internetnutzerinnen und -nutzer, dass ihnen online schon einmal (vermutete) Fake News aufgefallen sind. Dabei verbreiten Fake News über soziale Medien (z.B. facebook, Twitter, YouTube) vor allem polarisierende und moralisch aufgeladene Inhalte, tragen zur Entstehung von Echokammern bei und stellen damit direkt und indirekt eine Gefahr für die Demokratie und das gesellschaftliche Miteinander dar. Welche Motive und Absichten stecken hinter der Verbreitung von Fake News? Wie gehen Menschen mit ihnen um? Welche Wirkungen können Fake News haben? Und was kann aus dem Forschungsstand für einen reflektierten und verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien für die medienpädagogische Praxis abgeleitet werden?

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    Dr.in Ines Welzenbach-Vogel | D

    1992 – 1999
    Studium der Psychologie an der Universität Mannheim, Abschluss Diplom
    2000 – 2004
    Zusatzstudium der Kommunikationspsychologie und Medienpädagogik an der Universität Koblenz-Landau, Abschluss Hochschulzertifikat
    2002 – 2007
    Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Kommunikationspsychologie, Medienpädagogik und Sprechwissenschaft an der Universität Koblenz-Landau, Universität Koblenz-Landau
    2007
    Promotion (Dr. phil.) zum Thema „Das Sad Film Paradoxon. Ein theoretischer und empirischer Beitrag zum Anreiz trauriger Spielfilme“
    Seit 01/2008
    Geschäftsführerin des Medienzentrums der Universität Koblenz-Landau am Campus Landau

    Forschungsschwerpunkte
    Medienpsychologische Wirkungsforschung, Mediennutzung und Emotionen

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  10. 14:15 Uhr – Referat

    »Spieglein, Spieglein an der Wand...« Identität schaffen im digitalen Zeitalter

    Wer bin ich und wie möchte wahrgenommen werden? Wie möchte ich sein als Mann oder Frau? Von wem grenze ich mich ab und wer soll zu mir gehören?

    Unter anderem stehen diese entwicklungsspezifischen Fragen im Jugendalter im Mittelpunkt und werden schon immer auch mit und über Medien beantwortet. Mit dem Smartphone und den darauf bezogenen Social Media-Anwendungen, die Jugendliche kontinuierlich, zeit- und ortsunabhängig nutzen, hat sich das Bearbeiten dieser Entwicklungsaufgaben in Social Media Anwendungen wie Instagram, Facebook oder TikTok (ehemals Mucial.ly) verlagert. Jugendliche leben darüber eine Form von Öffentlicher Persönlichkeit aus, bei der sich bisherige Vorstellungen und Grenzen von Privatheit und Öffentlichkeit verschieben. Über die Medien des Zeigens und Sehens etablieren Mädchen und Jungen Bildpraktiken, die in einer inszenierten Authentizität münden: Jede(r) ist stets bemüht, »das beste Bild« von sich abzuliefern: in Bezug darauf, wie man sich fühlt und wie man aussieht, mit wem man befreundet und unterwegs ist, was man in der Freizeit tut oder was man isst und anzieht.

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    Dr.in Iren Schulz | D
    ist Kommunikationswissenschaftlerin, Medienpädagogin und Dozentin an der Universität und der Fachhochschule Erfurt. Sie hat an der Universität Leipzig Kommunikations- und Medienwissenschaft schwerpunktmäßig am Lehrstuhl für Medienpädagogik und Weiterbildung sowie Erziehungswissenschaft studiert und an der Universität Erfurt zum Wandel von Sozialisation und Digitale Medien promoviert. Iren Schulz verfügt über umfangreiche Projekt- und Forschungserfahrungen im Bereich der Kinder- und Jugendmedienforschung und führt Workshops, Fortbildungen und medienpädagogische Praxisprojekte mit Eltern, Lehrenden, JugendarbeiterInnen und MultiplikatorInnen durch. Inhaltliche Schwerpunkte sind dabei die Ressourcen und Risiken digitaler Medien sowie die damit verbundene Medienkompetenzförderung in Elternhaus, Schule und Freizeit.

  11. Pause
    15:00-15:15 Uhr
  12. Praxisforen
    15:15–17:15 Uhr
  13. Praxisforum 6

    Digitale Medien in der frühen Kindheit: Gestern, heute und morgen.
    Stellen wir uns vor, wir schreiben das Jahr 2050: Was sind die typischen Aktivitäten von Kindern bis zum 3. Lebensjahr?

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    Die Heterogenität digitaler (und nicht-digitaler) Aktivitäten ist auf verschiedenen Ebenen zunehmend: Die Bandbreite reicht von sehr passiven bis hin zu sehr aktiven, von sehr individuellen bis sehr interaktiven, von sehr redundanten bis sehr abwechslungsreichen, von unimodalen zu multimodalen, von wenig bis sehr stimulierenden und wohl auch von pädagogisch fraglichen bis pädagogisch interessanten Aktivitäten.

    Kurz gesagt, passives Fernsehen war gestern. Heute werden bereits in den ersten Lebensjahren Puzzles am Tablet gelöst, mit den Großeltern am anderen Ende der Welt Videochats gemacht, und vielleicht auch bald mit Freunden virtuelle Realitäten erkundet. Aus diesem spürbaren Trend ergibt sich die Frage zu der Form, dem Inhalt und dem pädagogischen Wert digitaler Aktivitäten und zur Einbettung dieser Aktivitäten in das generelle Aktivitätsmuster kleiner Kinder.

    1. Was machen die Kinder den ganzen Tag?
    2. Welcher Anteil davon ist digital?
    3. Wie sind die Aktivitäten aus pädagogischer und psychologischer Sicht zu bewerten?
    4. Welche Bedeutung haben sie für die frühkindliche Entwicklung?


    Dr. Fabio Sticca | CH
    Marie Meierhofer Institut für das Kind

    Seit 11/2016
    Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Marie Meierhofer Institut für das Kind, Zürich.
    04/2016 - 06/2018
    Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Zürich, Lehrstuhl für Gymnasialpädagogik mit Schwerpunkt Wirtschaftspädagogik.
    01/2015 - 07/2016
    Lehrbeauftragter und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Konstanz und der Pädagogischen Hochschule Thurgau, Arbeitsgruppe Entwicklung und Bildung in der frühen Kindheit.
    03/2014 - 03/2016
    Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Konstanz und der Pädagogischen Hochschule Thurgau, Arbeitsgruppe Empirische Bildungsforschung.
    08/2013 - 01/2015, 11/2010 - 09/2013
    Assistent an der Fernuni Schweiz im Modul Emotion und Motivation Doktorand an der Universität Zürich, Jacobs Center for Productive Youth Development.
    08/2007 - 08/2010
    Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Zürich, Jacobs Center for Productive Youth Development.

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  14. Praxisforum 7

    Jugendliche und islamitische Ansprachen in Sozialen Medien
    Grenzbereiche der Meinungsbildung in post-migrantischen Gesellschaften

    Im Praxisforum setzen wir uns anfänglich mit Beispielen für islamistische Ansprachen in Sozialen Medien auseinander. Wir erarbeiten in Bezug auf diese, welche Themen sie bedienen und inwieweit diese als problematisch angesehen werden können.

    Dabei werden wir uns auch damit beschäftigen, was wir unter demokratisch-freiheitlicher Ordnung verstehen und welche Position wir selbst im Diskurs sowie im Präventionsfeld vertreten.

    Abschließend wird – je nach Bedarf der Teilnehmenden – auf ausgewählte Projekte und Materialien der Islamismusprävention für verschiedene Präventionsbereiche verwiesen.

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    Dr. Georg Materna | D

    Studium in Leipzig, Halle/Saale, Wien, Clermont-Ferrand und Bayreuth. 2017 Promotion in Ethnologie über Straßenhändler im Senegal an der Bayreuth International Graduate School of African Studies (BIGSAS). Seit 2017 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am JFF – Institut für Medienpädagogik. Arbeit, Vorträge und Publikationen u. a. zu folgenden Themen: Medienkompetenz, Meinungsbildung Jugendlicher unter Bedingungen einer sich wandelnden Öffentlichkeit, Demokratieförderung und Islamismusprävention in Sozialen Medien.

  15. Praxisforum 8

    Digitales Alarm- und Notfallmanagement
    Vor dem Hintergrund der Digitalisierung und neuer sicherheitsrelevanter Herausforderungen der Notfallprozesse gaben neue Aspekte bei der Entwicklung von EVALARM den Ausschlag. Herkömmliche Alarmierungs- und Notfallprozesse entsprechen aktuell nicht mehr dem Stand der Technik und sind stark risikobehaftet.

    So stehen öffentliche Einrichtungen, z.B. Schulen, Universitäten, Behörden, Firmen uam., hinsichtlich Stör-, Notfall- und Krisensituationen vor neuen und komplexen Herausforderungen, da diese keine alltäglichen Situationen sind, für die es eine routinierte Herangehensweise gibt.

    EVALARM ermöglicht allen Beteiligten, Facility-Management, Polizei (u.a. als Partner beim Gütersloher Modell), Security, Rettungskräften, Brandschutz- und Notfallhelfern koordinierte Maßnahmen wie z.B. Evakuierung und Rettung einzuleiten und systematisch zu begleiten. Dabei stehen Hilfen, wie zugeordnete Gebäudepläne, Feuerwehrlaufkarten, Notfalldokumente, eine Fotofunktion und weitere nützliche Leistungen zur Verfügung.

    Im Praxisforum wird das Digitale Alarm- und Notfallmanagement im Detail vorgestellt und praxisnah erprobt!

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    Peter Endres | D
    GroupKom GmbH

    Peter Endress hat nach seiner kaufmännischen Ausbildung über 30 Jahre lang profunde Erfahrungen in der Beratung von Groß- und Mittelstandskunden gesammelt.

    Als Managing Partner der GroupKom ist er für den Vertrieb und die Partnerschaften für die Alarm- und Notfallmanagement Plattform EVALARM zuständig.

    Als CEO der Swiss Platinum Consulting AG Schweiz ist er heute verantwortlich für das Business Development und das Account Management in der Region D/A/CH.

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    Dieter Jung | D
    Kommissariat Kriminalitätsvorbeugung/Opferschutz der Polizei Gütersloh/NRW

    Dieter Jung war bis zu seiner Pensionierung 2016 im Kommissariat Kriminalitätsvorbeugung/Opferschutz der Polizei Gütersloh/NRW u.a. mit der Sicherheit in Schulen und anderen öffentlichen Einrichtungen betraut.

    In Kooperation mit Schulträgern, der Feuerwehr und dem polizeilichen Einsatzbereich entwickelte er ab 2009 das Projekt "Einsatzort Schule" heute: "Orientierungssystem für Einsatz- und Rettungskräfte -Gütersloher Modell-", das zunehmend bundesweit Verbreitung findet.

    Dieter Jung war verantwortlich für Konzeption und Durchführung von "Bedrohungsalarmübungen" für das Personal aller weiterführenden Schulen im Kreis Gütersloh und hat die erste Installierung digitalen Notfallmanagements an Schulen begleitet.

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  16. Praxisforum 9

    Manipulationsmöglichkeiten von Informationen in einer digitalen Welt

    Bei ihrer Verbreitung umgehen Fake News die Gatekeeper-Funktion des professionellen Journalismus, indem sie vorrangig über soziale Medien wie facebook und Twitter und im Normalfall nicht von Journalistinnen und Journalisten verbreitet werden. Dabei macht es die Digitalisierung von Medieninhalten auch für „Laien“ vergleichsweise einfach, diese zu kopieren, zu bearbeiten, zu manipulieren, in einem anderen Sinnzusammenhang zu darstellen oder Inhalte sogar vollkommen frei zu erfinden; so gestaltet sich die Unterscheidung von Original-Text-/Bild- oder Videomaterial und der bearbeiteten bzw. manipulierten Kopie im Zeitalter der Digitalisierung als zunehmend schwierig.

    Ausgehend von einem ressourcenorientierten Medienkompetenz-Konzept informiert der Praxisforum über Manipulationsmöglichkeiten von Informationen in einer digitalen Welt (Stichwort: Deep Fake). Ferner möchte das Praxisforum Strategien vermitteln, mithilfe derer TeilnehmerInnen digitales Material selbst kritisch prüfen und Manipulationsversuche entlarven können (u.a. durch kritische Quellenprüfung, umgekehrte Bildersuche). Schließlich möchte das Praxisforum, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dazu anregen, sich kritisch mit ihrer eigenen Mediennutzung auseinanderzusetzen.

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    Dr.in Ines Welzenbach-Vogel | D

    1992 – 1999
    Studium der Psychologie an der Universität Mannheim, Abschluss Diplom
    2000 – 2004
    Zusatzstudium der Kommunikationspsychologie und Medienpädagogik an der Universität Koblenz-Landau, Abschluss Hochschulzertifikat
    2002 – 2007
    Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Kommunikationspsychologie, Medienpädagogik und Sprechwissenschaft an der Universität Koblenz-Landau, Universität Koblenz-Landau
    2007
    Promotion (Dr. phil.) zum Thema „Das Sad Film Paradoxon. Ein theoretischer und empirischer Beitrag zum Anreiz trauriger Spielfilme“
    Seit 01/2008
    Geschäftsführerin des Medienzentrums der Universität Koblenz-Landau am Campus Landau

    Forschungsschwerpunkte
    Medienpsychologische Wirkungsforschung, Mediennutzung und Emotionen

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  17. Praxisforum 10

    »Der Spiegelbild-Effekt« Social Media & Identitätsarbeit im Jugendalter
    Inhaltliche Eckpunkte: Der Begriff »Looking-glass self« bzw. Spiegelbildeffekt beschreibt das Selbstkonzept als sich entwickelnde Folge der wahrgenommenen Eindrücke und Bewertungen im sozialen Miteinander. Der Begriff wurde 1902 von Charles Cooley eingeführt. Nach seiner Auffassung entwickelt sich der Mensch zu einem sozialen Wesen, indem er sich fortwährend mit der Frage beschäftigt, wie er aus der Sicht der anderen erscheint. Durch den Blick in einen imaginären Spiegel und das damit verbundene Nachdenken über sich selbst aus der Perspektive anderer Personen entsteht eine Selbstidee, die drei Hauptelemente enthält: Vorstellungen über die eigene Erscheinung aus der Perspektive der anderen sowie Vorstellungen über deren Bewertung und damit verbundene Selbstgefühle wie Stolz oder Kränkung. Mit Blick auf die Selbstdarstellung von Jugendlichen und die damit verbundene Spiegelung der eigenen Identität(sentwicklung) in und über Social Media–Anwendungen ergeben sich veränderte und neue Fragen bzw. Herausforderungen. Im Workshop soll Raum für Erfahrungsaustausch und Diskussion sein. Außerdem werden Möglichkeiten der Prävention mittels der Methode der Aktiven Medienarbeit (Stop Motion und Comic Life) vorgestellt und erprobt sowie Tipps für die praktische Arbeit sowie Link- und Literaturhinweise gegeben.


    Dr.in Iren Schulz | D
    ist Kommunikationswissenschaftlerin, Medienpädagogin und Dozentin an der Universität und der Fachhochschule Erfurt. Sie hat an der Universität Leipzig Kommunikations- und Medienwissenschaft schwerpunktmäßig am Lehrstuhl für Medienpädagogik und Weiterbildung sowie Erziehungswissenschaft studiert und an der Universität Erfurt zum Wandel von Sozialisation und Digitale Medien promoviert. Iren Schulz verfügt über umfangreiche Projekt- und Forschungserfahrungen im Bereich der Kinder- und Jugendmedienforschung und führt Workshops, Fortbildungen und medienpädagogische Praxisprojekte mit Eltern, Lehrenden, JugendarbeiterInnen und MultiplikatorInnen durch. Inhaltliche Schwerpunkte sind dabei die Ressourcen und Risiken digitaler Medien sowie die damit verbundene Medienkompetenzförderung in Elternhaus, Schule und Freizeit.

  18. Ende
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