Silke Grangl: Gemeinschaft schaffen statt Mobbing bekämpfen
Wir freuen uns sehr, Mag. Silke Grangl als Referentin beim Österreichischen Präventionskongress begrüßen zu dürfen. Die Psychologin, Therapeutin und Trainerin Silke Grangl beschäftigt sich in ihrer Arbeit intensiv mit Mut, Ermutigung und der Frage, wie Menschen ihre eigenen Ressourcen erkennen und stärken können.
Was wäre, wenn wir Mobbing nicht erst dann bekämpfen, wenn es bereits entstanden ist? Wenn wir stattdessen früher ansetzen – und Gemeinschaft so gestalten, dass Menschen sich sicher, gesehen und zugehörig fühlen?
Genau hier setzt Silke Grangl in ihrem Vortrag an. Denn Zugehörigkeit ist weit mehr als ein angenehmes Gefühl: Sie ist ein menschliches Grundbedürfnis und wesentlich für psychische Stabilität, Gesundheit und soziales Verhalten. Geht dieses Gefühl verloren, können Unsicherheit, Angst, Rückzug oder auch Angriff die Folge sein.
Mobbing entsteht aus dieser Perspektive nicht einfach aus „böser Absicht“, sondern kann auch Ausdruck eines gestörten Miteinanders sein – und von Menschen, die ihren Platz in einer Gemeinschaft verloren haben oder nicht mehr spüren. Der Vortrag richtet den Blick deshalb weg von der reinen Bekämpfung von Mobbing und hin zu einer zentralen Frage: Wie können wir Gemeinschaft so gestalten, dass Zugehörigkeit wieder möglich wird?
Silke Grangl verbindet dabei individualpsychologische Perspektiven mit Erkenntnissen aus der Angst- und Gehirnforschung und zeigt auf, welche Rolle sichere Räume, klare Haltung und positive Erfahrungen des Miteinanders spielen.
Als Psychologin, psychologische Beraterin, Lebens- und Sozialberaterin sowie zertifizierte Angst- und Burnout-Therapeutin begleitet Silke Grangl Erwachsene, Jugendliche, Kinder und Unternehmen in persönlichen und beruflichen Entwicklungsprozessen. Sie ist individualpsychologische Beraterin und Trainerin sowie Lehrende am Institut ADI. Ihre Arbeit ist geprägt von einer Haltung, die den Menschen mit seinen Fähigkeiten, Ressourcen und Entwicklungsmöglichkeiten in den Mittelpunkt stellt.