Der Kongress für Zukunftsgestalter – 11. und 12. November in Graz

Schmölz Joanna

Vita

Joanna Schmölz

Joanna Schmölz ist Digitalstrategin in der Senatskanzlei der Freien und Hansestadt Hamburg. Zuvor war sie Vize-Direktorin und wissenschaftliche Leiterin des Deutschen Instituts für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DIVSI), in dem sie die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Gesellschaft erforschte. 

Mit den DIVSI Internet-Milieus® vermaß sie regelmäßig den Zustand der zunehmend vernetzten Gesellschaft und beschrieb die digitalen Lebenswelten der Bevölkerung in Deutschland insgesamt und in unterschiedlichen Zuschnitten. 

Schmölz ist Mitglied im Beirat des Weizenbaum-Instituts für die vernetzte Gesellschaft (Das Deutsche Internet-Institut) und setzt sich in verschiedenen Zusammenhängen für die Gestaltung einer digitale Gesellschaft ein, in der Teilhabe für alle möglich ist, sozialer Fortschritt im Zentrum von Innovation steht und neue Technik dort sinnstiftend eingesetzt wird, wo sie dem Menschen nützt. 

Vortrag

“Die digitale Gesellschaft und andere Mythen”

Die technologische Entwicklung schreitet rasant voran und wird auch zukünftig den gesellschaftlichen Wandel maßgeblich prägen. Je mehr Dinge des Alltags digital gesteuert oder gar nur noch online möglich sind, desto mehr wird digitale Teilhabe zur Voraussetzung für soziale und gesellschaftliche Teilhabe. 

Das Internet ist für viele ein treuer Begleiter und immer weniger Menschen können sich ein Leben ohne das digitale Rückgrat ihres vernetzten Alltags noch vorstellen. Kaum jemand, der wesentliche Teile seines Lebensalltags per Messenger und E-Mail oder mit Hilfe anderer digitaler Helfer wie Einkaufslisten, Familienkalendern, Navigationsapps und vielen anderen organisiert, wünscht sich die Rückkehr zur guten alten Telefonkette, zu Klebenotizen und Falt-Stadtplänen. Das Internet ist ein Segen. Aber es ist zuweilen auch Fluch. 

Der Vortrag beleuchtet, wie sich Menschen in einer zunehmend digitalisierten Welt zurechtfinden, welche Haltungen, Motive und Barrieren ihr Verhalten steuern und wie “glücklich” sie das Internet tatsächlich macht. 

Sehen sie sich nach einer Verschnaufpause vom gefühlten oder tatsächlichen Druck permanenter Erreichbarkeit, von Benachrichtigungstönen, die unaufhörlich nach Reaktionen verlangen und der ständigen Sorge um den Ladestand des Akkus oder der Qualität der Netzverbindung? Welche Sorgen und Unsicherheiten begleiten ihren digitalisierten Alltag? 

Einen besonderen Fokus legt der Vortrag auf die Lebenswirklichkeit junger Menschen, die scheinbar selbstverständlich in die digitale Welt hineinwachsen und räumt dabei mit einigen Vorurteilen auf. Denn, um nachwachsenden Generationen den Weg in eine gute, selbstbestimmte und chancenreiche Zukunft zu ebnen, muss man sie zunächst verstehen.