Unsere Botschafter:innen für ein gewaltfreies Miteinander
23.06.2026
23.06.2026
Prävention lebt von Menschen, die hinschauen, Verantwortung übernehmen und sich für ein respektvolles Miteinander einsetzen. Auf dem Österreichischen Präventionskongress kommen Expert:innen, Fachkräfte und engagierte Persönlichkeiten zusammen, die eines verbindet: die Überzeugung, dass Gewalt nicht erst dann Thema sein darf, wenn sie bereits passiert ist.
Unsere Botschafter:innen erzählen, warum ihnen Prävention am Herzen liegt, welche Erfahrungen sie geprägt haben und weshalb frühes Handeln so entscheidend ist. Ihre Gedanken zeigen unterschiedliche Perspektiven – und doch eine gemeinsame Haltung: Kinder und Jugendliche verdienen ein Umfeld, in dem sie sicher aufwachsen, sich entfalten und auf die Unterstützung verantwortungsvoller Erwachsener vertrauen können.
Gerlinde – Sozialarbeiterin und Mutter
Als Sozialarbeiterin und Mutter erlebe ich immer wieder, wie sehr das Leben von Kindern und Jugendlichen davon abhängt, ob Erwachsene Gewalt erkennen, ernst nehmen und Verantwortung übernehmen. Prävention bedeutet für mich deshalb vor allem, Eltern, Pädagog:innen, Jugendleiter:innen und andere Bezugspersonen dafür zu sensibilisieren, die Signale von Kindern wahrzunehmen und bei Mobbing, digitaler Gewalt, sexualisierten Übergriffen, psychischer Gewalt, Demütigungen, Ausgrenzung oder Gewalt in der Familie einzuschreiten – denn solche Erfahrungen prägen junge Menschen nachhaltig und ziehen auf verschiedenen Ebenen oft hohe gesellschaftliche Folgekosten nach sich.
Um das zu benennen, braucht es Zivilcourage bzw. das Bewusstsein bei Erwachsenen, dafür Mit-Verantwortung zu tragen und nicht selten auch die Bereitschaft, das eigene Verhalten kritisch zu hinterfragen. An dieser Stelle dürfen, ja, müssen wir alle lernen, denn die Zukunft unserer Kinder ist das, was diese Welt trägt!
Eva-Maria – Klinische Psychologin
Gewaltprävention bei Kindern bedeutet die Hoffnung auf einen gesellschaftlichen Wandel als Pflänzchen zu pflanzen.
Prävention bedeutet nicht zu spät dran zu sein, nicht Scherben aufzusammeln, sondern zu schützen, bevor es so weit kommen kann. Prävention bedient nämlich beide Seiten – die späteren Opfer und Täter.
Prävention bedeutet für mich persönlich auch die Hoffnung auf eine starke Generation des Miteinanders. Menschen, die hinsehen, einander helfen und einen Weg finden, wie es eben anders geht und damit eine etwas kleinere Sorge um die Zukunft der Kinder und Töchter.
Danke, lieber Günther, für dein Engagement und deine Hingabe, die dich nicht müde werden lässt, deine Stimme zu erheben.
Möchtest du auch Botschafter:in werden, dann schicke uns gerne dein Statement an info@praeventionspreis.at
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