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„Trigger”

 

Liebe Leserin, lieber Leser!

Bei vielen ExpertInnen-Gesprächen zum aktuellen Kongressthema „Stark gegen häusliche Gewalt: Kinder und Jugendliche schützen und stärken“ ist mir einmal mehr bewusst geworden, wie wichtig und entscheidend der mediale Umgang mit Opfern ist.

Das Schlüsselwort nennt sich „Trigger“, verursacht durch einen Täter oder ein Ereignis, der psychische Reaktionen (Reize) auslöst, welche zu extremer Angst und Panik bis hin zu real empfundener Todesangst führen und der Alltägliches wie Fahrten mit der Straßenbahn, Einkaufen, Arbeiten oder „einfach nur leben“ für traumatisierte Menschen unerträglich macht.

Diese Reize sind Menschen, Worte, Geräusche, Farben, Bewegungen, Bilder, Orte, usw. die dem Erlebnis ähneln. Auch Mimik, Gestik, Verhalten, Situationen, Töne, Klänge, Stimmlagen usw. können – in einem Wort zusammengefasst – Trigger sein.

 

Um „Trigger“ durch Bilder zu vermeiden, verzichten wir zukünftig auf sämtliche Opferbilder, die immer wieder in „Bad-News“ in den Medien, aber auch bei vielen Kampagnen verwendet werden!

Ich würde mir wünschen, wenn auch andere diesem Beispiel folgen, um bei Opfern Trigger durch psychische Reaktionen, die zu extremer Angst und Panik, bis hin zu real empfundener Todesangst führen können, zu vermeiden!

 

Günther Ebenschweiger
Präsident und Geschäftsführer