| Auftaktveranstaltung 22. November 2010 |
Kongress, 1. Tag 24. November 2010 |
Kongress, 2. Tag 25. November 2010 |
![]() |
Beginn 9 Uhr
congress graz – Plenum (Saal Steiermark)
| Moderation | Dr. Peter Altmann | |
|
Dr. Peter Altmann Systemischer Organisationsentwickler und Unternehmensberater Arbeitsschwerpunkte und Interessen Berufserfahrungen Weiterbildungen Ausgewählte Referenzen Kontakt |
||
| Impuls | Grenzüberschreitungen und Prävention in der digital-globalen Welt der Gegenwart |
Univ.-Prof., Hon.-Prof. Dr. Johann Götschl Universitätsprofessor für Philosophie und Wissenschaftstheorie an der Universität Graz |
|
Gegenwärtige Gesellschaften sind von einer zunehmend komplexen und dynamischen Vielfalt gekennzeichnet. In zunehmend allen Beziehungsfeldern zwischen den Generationen zeigen sich neue Formen von Unruhepotentialen. Mehr denn je führen diese Unruhepotentiale dazu, dass sich Grenzüberschreitungen sowohl in qualitativer wie auch in quantitativer, aber auch in positiver und negativer Hinsicht verstärken. Grenzüberschreitungen sind im Prinzip positiv, wenn es zu einem dynamischen Gleichgewicht zwischen Kognition, Emotion, Sozialisation und Kommunikation kommt. Vor diesem Hintergrund kann es in einem prinzipielleren Sinne zu Humanfortschritten kommen (Ethische Kultur, Gesetzgebung etc.). Humanfortschritte sind gefährdet, wenn die Möglichkeiten und Grenzen einer "Rationalisierung von Emotionalität" und umgekehrt einer "Emotionalisierung von Rationalität" nicht erkannt werden. Denn in der gegenwärtigen Welt manifestieren sich neue Möglichkeiten, die die Verhältnisse zwischen kleineren und größeren sozialen Einheiten kategorial verändern. Dies zeigt, dass sich damit Fortschrittsszenarien für die Weiterentwicklung von Präventionskonzepten bzw. Präventionshandlungen bieten. Prävention in diesem Zusammenhang bedeutet die Herausforderung, das Streben nach Erhöhung von Freiheitsgraden untrennbar mit Verantwortung zu koppeln.
Biografie Universitätsprofessor für Philosophie und Wissenschaftstheorie; Lektor für Philosophie und Wissenschaftstheorie an der Technischen Universität Wien; Mitglied der Leibniz-Sozietät Berlin, Lektor für „Technik und Ethik“ an der Technischen Universität Graz; Visiting Professor an der Donau Universität Krems, Mitglied der Kommission des Research-PhD-Programms (Donauuniversität Krems – Leeds Metropolitan University); Vorsitzender der „Commission for Scientific Integrity and Ethics“ der Technischen Universität Graz; Honorarprofessor für das Fach „Wissenschaftstheorie“ an der Technischen Universität Graz. Forschungsschwerpunkte u.a.: Interdisziplinäre Zugänge zur Vermittlung zwischen den Natur-, Sozial- und Geisteswissenschaften; Theorien des Wissens, der Wissensproduktion, der Wissensdiffusion und der Wissensanwendung; Lernen in der Wissens- und Informationsgesellschaft; Zahlreiche Gastprofessuren u.a. in USA.
Ausgewählte Publikationen (2001 – 2010): "On Evolutive Dynamics of Knowledge Production. Some Implications for Democracy", in: J. Götschl (ed.): "Evolution and Progress in Democracies. New Foundations of a Knowledge Society", Kluwer Academic Publishers, Dordrecht/Boston/London 2001; "Transdisciplinarity: Dynamic interrelations between disciplinarity, interdisciplinarity and transdisciplinarity", in: E. Mariani (ed.): Unity of Knowing and Doing: A Transdisciplinary Solution, Napoli 2001; "Self organization: epistemological and methodological aspects of the Unity of Reality" – "Auto-organizzazione: aspetti epistemologici e metodologici dell'unità della realtà". In: Cuccurullo, L./Mariani, E. (eds.): Contesti e validità del discorso scientifico. Roma 2005; "World View: on the Role of Physics in Erwin Schrödinger's Philosophical System" – "Visione del mondo: considerazioni sul ruolo della fisica nel sistema filosofico di Erwin Schrödinger", in: Cuccurullo, L./Mariani, E. (eds.): Contesti e validità del discorso scientifico. Roma 2005; "Theoretische und pragmatische Aspekte von Forschung", in: E. Bratengeyer/A. Stepan (Hrsg.): Forschung: Strategien, Programme, Förderungen. Expertenmeeting an der Donau-Universität Krems, 2005; "Selbstorganisation: Neue Grundlagen zu einem einheitlicheren Realitätsverständnis", in: Vec/ M., Hütt/M.-Th./Freund, A. M. (Hrsg.): Selbstorganisation. Ein Denksystem für Natur und Gesellschaft, Sammelband der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Böhlau Verlag Köln Weimar Wien, 2006; „Wege zur Integration? Dynamische Zusammenhänge zwischen Disziplinarität und Interdisziplinarität“, in: Petzold, H.G/Leitner, A. (Hrsg.): Integrative Therapie. Zeitschrift für vergleichende Psychotherapie und Methodenintegration, 2008;; "Das Phänomen Wissenschaft in den Spannungsfeldern von Disziplinarität, Interdisziplinarität und Transdisziplinarität (Wissenschaftstheoretische Zugänge)", in: Lenz, W. (Ed.): Interdisziplinarität – Wissenschaft im Wandel. Beiträge zur Entwicklung einer neuen Fakultät, Löcker-Verlag, Wien, 2010; "Zum dynamischen Menschenbild der Gegenwart: Wissenschafts-philosophische Erkundungen", in: Petzold, H. G. (Hrsg.): Die Menschenbilder in der Psychotherapie. Interdisziplinäre Perspektiven und die Modelle der Therapieschulen, Edition Donau-Universität - Krammer Verlag Wien, 2010 (Im Erscheinen)
|
||
| Eröffnung | Günther Ebenschweiger Geschäftsführer von aktivpräventiv – Plattform für Kriminalprävention Wissenstransfer und Vernetzung GmbH. Präsident des Österreichischen Zentrums für Kriminalprävention Leiter der Polizeiinspektion Finanz in Graz |
| Grußworte | Mag.a Dr.in Maria Fekter Bundesministerin für Inneres |
| Mag. Franz Voves Landeshauptmann von Steiermark |
|
| Mag. Siegfried Nagl Bürgermeister der Landeshauptstadt Graz |
10.30 Uhr
| Pause |
11 Uhr
| Referat | Deliquenz von Kindern und Jugendlichen: Alltägliche Grenzüberschreitungen oder besorgniserregende Kriminalität? |
Dr. Christian Grafl Abteilung für Kriminologie, Universität Wien |
|
Delinquenz von Kindern und Jugendlichen: Der Vortrag gibt einen Überblick über Stand und Entwicklung der Kinder- und Jugenddelinquenz in Österreich. Handelt es sich großteils um alltägliche Grenzüberschreitungen oder um Kriminalität, die scharfer gerichtlicher Reaktionen bedarf? Ausgehend von empirischen Erkenntnissen zur registrierten Kriminalität wird der Frage nachgegangen, ob statistische Zahlen aussagekräftige Indikatoren für das tatsächliche Kriminalitätsgeschehen sind oder eine vorsichtigere Interpretation veröffentlichter Daten und Trends notwendig ist.
Biographie ao. Universitätsprofessor Dr. Christian Grafl Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Wien mit Promotion zum Dr.iur. 1983 Seit 1981 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Strafrecht und Kriminologie der Universität Wien 1999 Habilitation an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien und Erteilung der Lehrbefugnis für Kriminologie und Kriminalistik Seit 1.12.2003 Leiter der Abteilung Kriminologie des Instituts für Strafrecht und Kriminologie der Universität Wien Seit 2001 zusätzlich Lehrbeauftragter an der Universität Graz
|
||
11.30 Uhr
| Referat | Jugend unter Druck – Von der schwindenden Lust am Erwachsenwerden |
Mag. Bernhard Heinzlmaier Vorsitzender des Instituts für Jugendkulturforschung in Wien und Hamburg. Leiter der tfactory-Trendagentur in Hamburg. |
|
Jugend unter Druck Jugend war schon immer eine ideale Projektionsfläche für soziale Ängste und negative Zukunftsprognosen. Von der Zeit der alten Griechen bis in unsere Gegenwart. Selbst dem großen Philosophen Aristoteles diente die Jugend als eine Art Reflexionsfläche für soziale Probleme seiner Zeit. So stellte er im 4. Jahrhundert vor Christus mit Blick auf die Jugend fest: „Ich habe überhaupt keine Hoffnung mehr in die Zukunft unseres Landes, wenn einmal unsere Jugend die Männer von morgen stellt. Unsere Jugend ist unerträglich, unverantwortlich und entsetzlich anzusehen.“ Was erschreckend die Erwachsenen nun an der Jugend eigentlich so? Ihr Individualismus? Ihre Lust am Konsum? Ihre distanzierte Haltung zu Parteien und Institutionen? Ihr Nutzenorientierung? Ihr Pragmatismus? Wenn sie das erschreckt, dann erschrecken sie Eigenschaften und Handlungspraxen, die ihnen im hohen Maße selbst anhaften. Den konsumiert auf Teufel komm raus wurde auch schon in den 70er und 80ern, Nutzenorientiert und pragmatisch waren vor 30 Jahren schon die Yuppies und Politikdistanz und ein kühles und abgeklärtes Verhältnis zu Religion hatten in den 80ern auch schon die heute zwischen 40- und 50-jährigen. Und welche möglichen Schlüsse können wir daraus nun ziehen? Woher kommt das nun alles? Mit Ökonomisierung des Sozialen meint Heitmeyer, dass nun allen menschlichen Beziehungen die Imperative des Marktes übergestülpt werden. Effizienz, Nützlichkeit, Verwertbarkeit, Funktionsfähigkeit, Rentabilität sind zu allgemeinen Gradmessern menschlichen Denkens und Handelns geworden. Damit werden Jugendliche und wurden zum Teil auch schon ihre Eltern in eine Gesellschaft sozialisiert, in der unter anderem das Familienleben der Erwerbsarbeit untergeordnet wird, die Schule den Anforderungen des Arbeitsmarktes zu folgen hat, Leistungen der sozialen Systeme verstärkt nach Effizienzkriterien ausgerichtet werden und zunehmend die Politik die Kontrolle über die Wirtschaft verliert. Wenn in allen Gesellschaftsbereichen nach ökonomischen Nützlichkeitskriterien gehandelt wird, wem kann es da wundern, wenn nun auch die jungen Menschen in ihren persönlichen Lebenszusammenhängen materialistisch, pragmatisch und nutzenorientiert handeln? Was im Zusammenhang mit der Ökonomisierung des Sozialen vielfach auf der Strecke bleibt sind, um mit Richard Sennett zu sprechen „Gemeinwohlorientierte moralische Normen“. Moralgeleitetes Denken und Handeln droht auch in mikrosozialen Handlungsfeldern von einer kalten, pragmatischen Nutzenkalkulation in den Hintergrund gedrängt zu werden. Unsere Marktgesellschaft lässt es für eine große Zahl der Jungen nicht mehr erstrebenswert erscheinen Erwachsen zu werden. Dies führt dazu, dass vor allen die jugendlichen aus den Mittelschichten den Eintritt in die vollständige Erwachsenenrolle möglichst lange aufzuschieben trachten. Deutliches Zeichen dafür ist, dass der Auszug aus dem Elternhaus immer weiter hinausgezögert wird, oft weit über das siebenundzwanzigsten Lebensjahr hinaus. Die Rolle des flexiblen Menschen, der niemals in eine zumindest vorübergehend stabile Lage zu kommen scheint, dessen Leben der tägliche Kampf um den Aufstieg oder den Nicht-Abstieg ist, ist für die Jugend mehr Zumutung als positive Herausforderung. Ein Leben, in dem nichts fix und alles in ständiger Bewegung ist, in dem permanent Entscheidung mit mehr oder weniger großer Tragweite getroffen werden müssen, in dem man die meisten Herausforderungen ganz für sich alleine zu bewältigen hat, produziert mehr Zukunftsängste als Zukunftshoffnungen. Jugendliche wollen vielfach nicht mehr Erwachsen werden, weil sie die (post-)moderne Erwachsenenrolle überfordert.
Literatur: Heitmeyer, Wilhelm (Hrsg.): Deutsche Zustände. Folge 6. Frankfurt a. M. 2007: Suhrkamp Verlag.
Biografie Bernhard Heinzlmaier ist ehrenamtlicher Vorsitzender des Instituts für Jugendkulturforschung in Wien und Hamburg. Hauptberuflich leitet er die tfactory-Trendagentur in Hamburg. Studium der Geschichte, Germanistik, Psychologie, Philosophie. 1988 bis 2000 Geschäftsführer des Österreichischen Instituts für Jugendforschung. 1990 bis 1992 Studienleiter für Markt- und Meinungsforschung bei Consent Wien. 1992 bis 1995 Geschäftsführer der Werbeagentur CNC. 1997 Gründung der tfactory Trendagentur in Wien. Seit 2000 Geschäftsführer der tfactory Trendagentur Deutschland mit Sitz in Hamburg. Bernhard Heinzlmaier ist u.a. wissenschaftlicher Projektleiter der Studie „Gesundheitsförderung in der Zielgruppe Jugend: Gesundheitsbewusstsein und Gesundheitsstile bei 14- bis 25-jährigem Event-Publikum“, Co-Projektleiter des Dritten Berichtes zur Lage der Jugend in Österreich sowie Studienleiter der tfactory-Eigenstudien TIMESCOUT Welle 1 bis 16 Zahlreiche Fachpublikationen, darunter: „Jugendkultur-Guide“ (öbvhpt, 2002), „50 Jahre Shell Jugendstudie. Von Fräuleinwundern bis zu neuen Machern“ (Ullstein, 2002), „Die neuen vorBilder der Jugend. Stil- und Sinnwelten im neuen Jahrtausend“ (G&G, 2007) Universitäre Lehraufträge an der Popakademie in Mannheim, am Institut für Bildungswissenschaften der Universität Innsbruck sowie am Internationalen Journalismus Zentrum des Departments für Wissens- und Kommunikationsmanagement der Donau Universität Krems und am Department für politische Kommunikation der Donau Universität Krems mit Lehrgängen in Krems und Köln. Arbeitschwerpunkte: Jugendpolitik, Freizeitforschung, jugendkulturelle Trends, Zielgruppenkommunikation, Lifestyleforschung
|
||
12.10 Uhr
|
Podiums- Diskussion |
Mag. Bernhard Heinzlmaier Dr. Christian Grafl Dr. Peter Altmann (Moderation) |
13 Uhr
| Pause |
14.30 – 17.30 Uhr
Workshops (congress) | Workshops (extern) | Workshops für Schulklassen | Praxisforen
- Workshops in den congress-Räumlichkeiten. Einige Workshops finden an beiden Tagen statt.
(max. 25 Personen pro WS) - Externe Workshops in den Institutionen Mafalda , Jugendstreetwork und Schlupfhaus.
(max. 25 Personen pro WS, max. 16 Personen bei Jugendstreetwork) - Externe Workshops für Kinder und Jugendliche an der „Pädagogischen Hochschule Steiermark – Campus Hasnerplatz“ und im Polizeistützpunkt West in Graz.
(zur Anmeldung werden Sie an die Kinder- und JuniorUNI Graz weitergeleitet) - Praxisforen mit max. 45 Personen.
| Workshop extern (WS1) | GrenzgängerInnen – Warum ein starkes Netzwerk für Arbeit mit Jugendlichen in Krisensituationen notwendig ist. Externer Workshop im „Schlupfhaus“ (Mühlgangweg 1, 8010 Graz) |
Mag. Martin Auferbauer Leiter der Jugendnotschlafstelle Caritas-Schlupfhaus in Graz, Lehrbeauftragter an der Pädagogischen Hochschule Steiermark |
|
GrenzgängerInnen – Warum ein starkes Netzwerk für die Arbeit mit Jugendlichen in Krisensituationen notwendig ist. Die Arbeit mit Jugendlichen in Krisensituationen ist eine Herausforderung für das Netzwerk Sozialer Arbeit (wobei darunter nicht nur Sozialeinrichtungen im engeren Sinn, sondern alle Professionen, die mit Jugendlichen befasst sind, zu verstehen sind). Die Jugendnotschlafstelle Caritas-Schlupfhaus wird jährlich von knapp 300 Jugendlichen bzw. jungen Erwachsenen aufgesucht und bietet Soforthilfen (Übernachtungsmöglichkeit, Essen, Duschen, Wäsche waschen, Erste Hilfe, etc.) sowie Beratung an. Es zeigt sich, dass etwa die Hälfte der KlientInnen nur ein bis zwei Nächte in der Notschlafstelle bleiben – entweder kommt es zu einer schnellen Vermittlung (zumeist in Jugendwohlfahrtseinrichtungen) oder zur Rückkehr in den Herkunftskontext. Die andere Hälfte bleibt zum Teil deutlich länger, oft weil sie über keine adäquaten Ressourcen verfügen. Gerade diesen Personen steht unser Angebot der Einzelfallarbeit offen, wo es um die Aktivierung von Ressourcen mit den Betroffenen geht. Ziel ist dabei die Ablöse und die nachhaltige Verbesserung der Situation. Um der Vielschichtigkeit der Problemlagen unserer KlientInnen gerecht zu werden ist ein hoher Grad an Vernetztheit mit anderen Institutionen unabdingbar. Möglichst konkretes Wissen um die Arbeitsweise und die Angebote der NetzwerkpartnerInnen ist die Basis für funktionierende Vermittlungen und eine gelingende Zusammenarbeit im Interesse der KlientInnen.
Die Ziele des Workshops:
Web: http://schlupfhaus.caritas-steiermark.at/
Biografie Soziologe, Leiter der Jugendnotschlafstelle Caritas-Schlupfhaus in Graz, Lehrbeauftragter an der Pädagogischen Hochschule Steiermark, freiberufliche sozialwissenschaftliche Tätigkeit
|
||
| Workshop congress (WS2) | Starke Sache! – Selbstbewusstsein statt Gewaltbereitschaft bei Jungen fördern. Dieser Workshop findet auch am 25. von 9.30 bis 12.30 Uhr statt (= WS 16) |
Mag. Romeo Bissuti Klinischer- und Gesundheitspsychologe, Leiter des MEN (Männergesundheitszentrum) |
|
„Starke Sache! Selbstbewusstsein statt Gewaltbereitschaft bei Jungen fördern.“ Burschen und Jungen zählen sowohl bei den Tätern wie auch bei den Opfern zu den Hauptgruppen der von Gewalt Betroffenen. Es ist in der pädagogischen Arbeit daher wichtig, diesem Gender Aspekt in der Gewaltprävention Rechnung zu tragen. Im Workshop wird es deshalb darum gehen, die Hintergründe dafür aus geschlechtssensibler Sicht zu erhellen. Ziel ist es, den Jungen Wege zu einem guten Selbstbewusstsein zu ermöglichen und einen Lebensentwurf als Junge/Mann anzuregen, bei welchem zB. demonstrative Gewaltbereitschaft als Vehikel zur Selbstaufwertung weniger wahrscheinlich wird. Dazu werden Ansätze und praxisgerechte Methoden für eine Jungenarbeit erarbeitet, die gewaltpräventive Ressourcen bei den Jungen fördern.
Biografie Klinischer- und Gesundheitspsychologe; Leiter des MEN Männergesundheitszentrums; Obmann der White Ribbon Österreich Kampagne; Mitarbeiter der Wiener Männerberatung; freier Fortbildner zu Männerthemen.
|
||
| Workshop congress (WS3) | Gesund in den Wahnsinn?! Prävention und Therapie von Essstörungen im Kindes- und Jugendalter |
Univ.-Prof.in Dr.in med. Marguerite Dunitz-Scheer „Bunter Vogel“; Kinderfachärztin, Regisseurin, Psychotherapeutin, Buchautorin, Forschungsschwerpunkt: Sondenkinder, Non-verbale Kommunikation |
|
Gesund in den Wahnsinn?! Es ist verrückt; noch nie zuvor gab es in der westlichen Welt so viel Nahrungsmittel und zugleich so viele junge Menschen, die mit dem Überfluss nicht zurechtkommen. Einerseits steigt die Zahl massiv übergewichtiger Kinder und demzufolge auch die Anzahl medizinischer, orthopädischer und psychosozialer Folgeerkrankungen, andererseits sterben jährlich Dutzende junge Frauen an den Folgen jahrelangen Hungerns. Diese problematische Entwicklung macht nicht einmal vor Babys und Kleinkindern halt, deren Eltern informiert wie noch nie und zugleich maximal verunsichert sind. Der Workshop soll Jugendliche wie auch Eltern und Fachleuten eine Hilfestellung anbieten, wie Jeder von uns sein physisches und psychisches Gleichgewicht suchen und finden kann.
Biographie „bunter Vogel“; Kinderfachärztin, Regisseurin, Psychotherapeutin, Buchautorin, Forschungsschwerpunkt: Sondenkinder, Non-verbale Kommunikation
|
||
| Workshop congress (WS4) | „Warum tust du dir das an?“ Über Werthaltungen im Umgang mit verhaltensauffälligen Kindern in einer besonderen Schule |
Gerhild Groß Beratungslehrerin und Lehrerin für Kinder mit speziellen Erziehungsbedürfnissen am SPZ Ellen Key in Graz Dipl.-Päd.in Barbara Silly Leiterin des Lern- & Seminarinstitutes Weiz, Referentin in der Erwachsenenbildung, Lehrerin am SPZ Ellen Key in Graz, Trainerin für langzeitarbeitslose Jugendliche (Verein Pasch) |
|
„Warum tust du dir das an?“ Dieser Workshop gibt einen persönlichen Einblick in die oft anstrengende aber sehr spannende Arbeit mit verhaltensauffälligen Kindern und Jugendlichen. Folgende Themen werden diskutiert:
Das sonderpädagogische Zentrum Ellen Key für Kinder mit besonderen Erziehungsbedürfnissen mit seinen vielfältigen Aufgaben wird auch in diesem Workshop vorgestellt.
Dipl.-Päd.in Barbara Silly
Gerhild Groß Beratungslehrerin und Lehrerin für Kinder mit speziellen Erziehungsbedürfnissen Seit 1997 als Sonderschullehrerin und Integrationslehrerin tätig Weitere Ausbildungen: Volksschullehramt, IKL, Motopädagogik, Gesundheitspädagogik 2004-2006 Konzeptentwicklung und Leitung der Förderklasse für verhaltensauffällige Kinder und Jugendliche in Weiz Ab 2005 Tätigkeit als Beratungslehrerin Seit 2008 Beratungslehrerin und Lehrerin für Kinder mit speziellen Erziehungsbedürfnissen am SPZ Ellen Key in Graz
|
||
| Praxisforum congress (pf5) | Amokläufe an Schulen: Ursachen, Präventionsmöglichkeiten und -grenzen ! Wegen Krankheit abgesagt |
Prof.in Dr.in Ruth Linssen Professorin für Soziologie und Recht an der Fachhochschule Münster, Fachbereich Sozialwesen |
|
Amokläufe an Schulen: Ursachen, Präventionsmöglichkeiten und -grenzen Amokläufe und eskalierende Schulgewalt ist ein extremes, aber längst kein seltenes Phänomen mehr. Allein in Deutschland kam es in den letzten 10 Jahren mehrfach zu so genannten school shootings, bei denen insgesamt mehr als 30 Menschen getötet wurden. Durch die Medienberichterstattung zu solchen, dramatischen Ereignissen mag man den Eindruck gewinnen, es handele sich bei solchen Taten um ein „Durchdrehen“ psychisch gestörter Jugendlicher. Die neuere Forschung zeigt jedoch, dass Amoktaten keineswegs spontan erfolgen und dass die Täter nicht unzurechnungsfähig sind. Vielmehr sind Amoktaten von Jugendlichen ein Phänomen, das sich im Einzelfall sehr langfristig entwickelt und sogar ankündigt. Diese Tatsache eröffnet Möglichkeiten der Prävention. Gesellschaftlicher Umgang mit Amoktaten kann sich nicht im Erstellen von Handlungsanweisungen für den Ernstfall erschöpfen, ebenso wenig in generellen Verboten von Computerspielen. Erfolg versprechend ist die Kombination repressiver und präventiver Maßnahmen, eine umfassende Sensibilisierung bis hin zur Entwicklung von Frühwarnsystemen, die eine Zusammenarbeit verschiedener Institutionen, wie Schule, Polizei und Jugendhilfe erfordert. Dennoch: Absolute Sicherheit gibt es wohl nicht. Im Forum sollen zunächst Ursachen von Amoktaten analysiert und Möglichkeiten und Grenzen der Prävention diskutiert werden.
Biografie 1993-1999 2000-2002 2002-2003 2004-2006 2006-2008 2008-2009 Seit 2009
|
||
| Workshop extern (WS6) | Wenn Mädchen Grenzen setzen Externer Workshop bei Mafalda (8020 Graz, Arche Noah 9–11) |
DSAin Monika Wölkart, Bakk. Phil. MAFALDA (Verein zur Förderung und Unterstützung von Mädchen und jungen Frauen) DSAin Veronika Spannring MAFALDA – Verein zur Förderung und Unterstützung von Mädchen und jungen Frauen, Beraterin mit dem Arbeitsschwerpunkt Gewalt- und Gewaltprävention. |
|
Wenn Mädchen Grenzen setzen Mädchen leben in einer anderen gesellschaftlichen Realität als Burschen. Sie erleben in ihrem Alltag andere Formen von Gewalt und sexualisierter Gewalt. In der Prävention bedarf es einer reflektierten Mädchen- und Burschenarbeit, sowie einer Auseinandersetzung mit den Geschlechterrollen und dem Geschlechterverhältnis in unserer Gesellschaft. Die Fragen die wir uns dazu stellen sind:
Im Workshop findet eine praxisorientierte Auseinandersetzung mit dem Thema Gewalt und den unterschiedlichen Präventionsangeboten der Mädchenberatungsstelle MAFALDA statt. Zielgruppe: MultiplikatorInnen, LehrerInnen, Interessierte
Web: www.mafalda.at/kontakt.html
DSAin Monika Wölkart, Bakk. Phil. Beraterin bei MAFALDA – Verein zur Förderung und Unterstützung von Mädchen und jungen Frauen (seit 2010)
DSAin Veronika Spannring Geb. 1961, verheiratet, drei Töchter Seit 2000 bei MAFALDA – Verein zur Förderung und Unterstützung von Mädchen und jungen Frauen – als Beraterin mit dem Arbeitsschwerpunkt Gewalt und Gewaltprävention beschäftigt. Leitet Workshops für Mädchen und Multiplikatorinnen zu den Themen Gewaltprävention und Mädchenarbeit. 1986 – 2000: Tätigkeit als Sprengelsozialarbeiterin, als Beraterin im Beratungsdienst für Schwangere, als Sozialarbeiterin in der Jugendnotschlafstelle Schlupfhaus, freiberufliche Tätigkeit als Erwachsenenbildnerin und Erziehungshelferin Ausbildungen: Verschiedene Ausbildungen im Bereich Gewalt und Gewaltprävention, feministische Mädchenarbeit und Erwachsenenbildung, darunter der Lehrgang Angewandtes Theater am Institut für Angewandtes Theater in Graz und der Systemische Lehrgang für Sozialarbeit an der BAS Wien.
|
||
| Workshop congress (WS7) | Migranten Banden – Mythos oder Realität (Teil 1) Der 2. Teil dieses Workshops findet am 25. von 9.30 bis 12.30 Uhr statt. Anmeldung nur für beide Teile möglich! |
Prof. Srdjan Mijalkovic Verein Wiener Jugendzentren; Pädagoge, Theaterwissenschaftler, Balkan-Experte |
|
Migration und Gewalt: Migranten Banden/ Mythos oder Realität Ist Migration und das Zusammenleben ein permanenter Konflikt oder eine Chance für eine neue Qualität des Zusammenlebens? Wer und was braucht Integration? Diskussion und Reflexion der gesellschaftlichen Bilder und Stereotypen über MigrantInnen unter der Betrachtung von gesellschaftlichen (Des-) Integrationsprozessen. Gemeinsame Suche nach den optimalen Wegen zur Gewaltprävention auf strukturellen und institutionellen Ebenen im Hinblick auf die Situation und Bedürfnisse der Jugendlichen in Stadtteilen. „Beteiligung der Jugendlichen im gemeinschaftlichen Leben“: Ein Projekt und mögliche Ansätze zur Förderung der Gemeinschaftressilienz und der eingeschlafenen Ressourcen. Gemeinsame Entwicklung von Interventionsmaßnahmen am konkreten Beispiel.
Prof. Srdjan Mijalkovic Verein Wiener Jugendzentren;
|
||
| Praxisforum congress (pf8) | Reden mit den Schwierigen Interaktiver Workshop – Videogestützte Analyse von Interaktion zwischen Kindern und Jugendlichen sowie ihren Bezugspersonen Dieses Praxisforum findet auch am 25. von 9.30 bis 12.30 Uhr statt (= PF 19) |
Dr. Jürgen Schmetz Kinder- und Jugendarzt; Leitung des Instituts für Prävention und Frühintervention im Kindes- und Jugendalter Hamburg/Deutschland Nicolas Schmetz Langjährig tätig in der Jugendarbeit; Studium der Soziologe (Diplom 2009); zurzeit in Ausbildung zum Grundschullehrer; freier Mitarbeiter im Institut für Prävention und Frühintervention |
|
Reden mit den Schwierigen Interaktiver Workshop – videogestützte Analyse von Interaktion zwischen Kindern und Jugendlichen sowie ihren Bezugspersonen. Beziehungen zwischen Menschen sind nicht nur beglückend. Bereits in jungen Familien sind Gefährdungen der Beziehungen sichtbar. Das Miteinander zwischen den Aufwachsenden und ihren Familien oder dem wachsenden sozialen Umfeld (Kindergarten, Schule, Arbeitswelt) braucht ständige Fortentwicklung. Für eine erfolgreiche Begleitung von Entwicklung und ihren Gefährdungen braucht es eine präzise Wahrnehmung der Kinder und Jugendlichen durch Eltern und Professionelle. Aus der Sicht eines Kinder- und Jugendarztes werden Situationen von gemeinsamen Glück und gemeinsamen Spannungen für das Alter 0-18 erörtert. Ziel des Workshops ist, mit den TeilnehmerInnen, sich anbahnende Schwierigkeiten zu erörtern und so eine Frühintervention zu ermöglichen. Der Workshop richtet sich an alle, die beruflich mit Kindern, Jugendlichen und ihren Familien arbeiten. Ferner an interessierte Laien und alle die an einer gesellschaftlichen Weiterentwicklung mitarbeiten. Es wird dafür geworben, die eigenen kommunikativen Fähigkeiten zu überdenken und in einem neuen Licht noch positiver zu bewerten. Es werden neue Möglichkeiten für den praktischen Alltag geboten. Die gezeigten Fallbeispiele werden kommentiert von einem Kinder- und Jugendarzt und einem Diplom Soziologen. Alle Teilnehmer sind eingeladen ihre beruflichen Erfahrungen einzubringen. Teilnehmer können Fragen und Wünsche an die Referenten vorab an folgende Email-Adresse schicken: praeventionschmetz@me.com
Dr. Jürgen Schmetz
Nicolas Schmetz Langjährig tätig in der Jugendarbeit; Studium der Soziologe (Diplom 2009); zurzeit in Ausbildung zum Grundschullehrer; freier Mitarbeiter im Institut für Prävention und Frühintervention
|
||
| Praxisforum congress (PF9) | Förderung sozialer und interkultureller Kompetenzen in der Schule Dieses Praxisforum findet auch am 25. von 9.30 bis 12.30 Uhr statt (= PF 23) |
Mag.a Dr.in Dagmar Strohmeier Psychologin, Universität Wien – Fakultät für Psychologie, Institut für Wirtschaftspsychologie – Bildungspsychologie und Evaluation Mag.a Petra Gradinger Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Wien – Fakultät für Psychologie, Institut für Wirtschaftspsychologie – Bildungspsychologie und Evaluation |
|
Förderung sozialer und interkultureller Kompetenz in der Schule Hauptanliegen des Workshops ist es, den TeilnehmerInnen praxisnah Handlungswissen zur Förderung sozialer und interkultureller Kompetenz in der Schule zu vermitteln. Im (kurzen) theoretischen Teil diskutieren wir relevante Begriffe, stellen neueste Studienergebnisse aus Österreich vor und geben einen Überblick über Präventionsmöglichkeiten. Im praktischen Teil werden Einheiten zur Förderung sozialer und interkultureller Kompetenz aus unserem Präventionsprogramm (WiSK) vorgestellt und auch zum Teil gleich mit den TeilnehmerInnen ausprobiert. Diese Einheiten bestehen aus konkreten Materialien (Arbeitsblättern), sie werden aber erst durch die richtige didaktische Umsetzung zu „echtem“ sozialen Lernen für die SchülerInnen (Stundenbilder). Wir werden nicht nur die Arbeitsblätter besprechen, sondern auch viele Tipps zur didaktischen Gestaltung der Einheiten geben und einige Übungen mit den TeilnehmerInnen auch ausprobieren. Den TeilnehmerInnen werden Materialien für die Präventionsarbeit in Schulklassen (Stundenbilder, Arbeitsblätter, Merkblätter, Spielesammlung) zur Verfügung gestellt.
Mag.a Dr.in Dagmar Strohmeier Mag.a Dr.in Dagmar Strohmeier, Psychologin, arbeitet seit 2001 als wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Frau Prof. DDr.in Christiane Spiel an der Universität Wien, Fakultät für Psychologie, Institut für Wirtschaftspsychologie, Bildungspsychologie und Evaluation. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in der Erforschung von sozialen Beziehungen in der Schule sowie in der Entwicklung, Implementierung und Evaluation von Trainingsprogrammen zur Förderung der sozialen und interkulturellen Kompetenz bei Kindern und Jugendlichen. Gemeinsam mit Frau Mag.a Dr.in Moira Atria hat sie das WiSK Programm: Förderung von sozialen und interkulturellen Kompetenzen in der Schule entwickelt. Gemeinsam mit Frau Prof. DDr.in Christiane Spiel hat sie die Generalstrategie zur Gewaltprävention an österreichischen Schulen und Kindergärten „Gemeinsam gegen Gewalt“ entwickelt.
Mag.a Petra Gradinger Mag.a Petra Gradinger ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Wien, Fakultät für Psychologie, Institut für Wirtschaftspsychologie, Bildungspsychologie und Evaluation. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen im Bereich Cyberbullying (Mobbing mit neuen Medien) und E-Learning.
|
||
| Workshop Congress (WS10) | Was Kinder und Jugendliche wirklich brauchen? |
Dr.in Soheyla Warnung Leiterin des Rudolf-Dreikurs-Institut-Austria; Individualpsychologische Beraterin; Ausbilderin für Encouraging-TrainerInnen; Leiterin des Pädagogischen Zentrum Weiz |
|
Was Kinder und Jugendliche wirklich brauchen Die Individualpsychologie geht davon aus, dass das wichtigste Ziel, das jeder Mensch von Geburt an verfolgt, die soziale Eingliederung ist. Es geht um das tiefe Bedürfnis sich zugehörig zu fühlen. Das ist auch, was Kinder und Jugendliche in der Familie und Schule so dringend benötigen und ständig danach suchen, wenn es fehlt. Fehlt das Zugehörigkeitsgefühl, sprechen wir von Entmutigung. Entmutigte Kinder fallen besonders durch störende Verhaltensweisen wie:
auf. In solchen Fällen verstärken Verbote, Druck, Strafe, Kontrolle nur mehr die unerwünschten, negativen Verhaltensweisen und sind daher keine geeigneten Maßnahmen für den Umgang mit diesen Kindern und Jugendlichen. Gleichwertigkeit und Ermutigung dagegen ersetzen den Druck von außen durch Motivation von innen. Da Ermutigung in erster Linie eine Haltung ist, wirkt jede Methodik ohne sie als Trick. In diesem Workshop erfahren die TeilnehmerInnen, wie durch die Kraft der Ermutigung das Zugehörigkeitsgefühl der Kinder und Jugendlichen in der Familie, Schule, Kindergarten wieder-hergestellt und gestärkt werden kann, und das wird eine neue Beziehungsqualität ermöglichen.
Biografie
|
||
| Praxisforum Congress (Pf11) | Digitale Medien – Sexuelle Grenzüberschreitungen! Dieses Praxisforum findet auch am 25. von 9.30 bis 12.30 Uhr statt (= PF 24) |
Julia von Weiler Geschäftsführerin von „Innocence in Danger e.V.“, der deutschen Sektion eines internationalen Netzwerks gegen sexuellen Missbrauch |
|
Digitale Medien - Sexuelle Grenzüberschreitungen! Die digitalen Medien bieten wundervolle Möglichkeiten des Ausdrucks und des Austauschs. Gleichzeitig bergen sie allerdings auch große Risiken für Kinder und Jugendliche. Sexualisierte Gewalt findet überall statt, auch mittels digitaler Medien. Der Vortrag umfasst die Auseinandersetzung von der Verbreitung Materials kinderpornographischer Ausbeutung bis hin zur sexualisierten Ausbeutung im Chat oder Sozialen Netzwerken. Darüber hinaus sollen Handlungsmöglichkeiten für Prävention und Intervention aufgezeigt werden.
Biographie Psychologin, Deutschland Julia von Weiler studierte Psychologie an der New York University und der Freien Universität Berlin. Während ihres New Yorker Studiums arbeitete sie beim „Children’s Safety Project“ in New York City, wo sie u. a. missbrauchte Kinder begleitete. Von 1992 bis 1994 arbeitete sie als pädagogische Fachkraft in der „Mädchenvilla“, der damals bundesweit ersten Wohngruppe für missbrauchte Mädchen im Alter von vier bis 14 Jahren in Beckum. Von 1993 bis 2000 war sie Mitglied des Vorstands des Trägervereins – davon 5 Jahre 1. Vorsitzende. Von 1999 bis 2002 unterstützte Julia von Weiler von sexuellem Missbrauch betroffene Mädchen und Jungen sowie deren Bezugspersonen in einer Kölner Beratungsstelle. Danach übernahm sie bis 2007 die psychologische Fachleitung bei der „Kind in Düsseldorf“ gGmbH, einer stationären Facheinrichtung für Diagnostik und Therapie für gewaltgeschädigte Kinder im Alter von drei bis 12 Jahren (www.kid-facheinrichtung.de). Seit 2003 ist sie die Geschäftsführerin von „Innocence in Danger e.V.“, der deutschen Sektion eines internationalen Netzwerks gegen sexuellen Missbrauch, der sich insbesondere gegen die Verbreitung von Kinderpornographie im und über das Internet einsetzt (www.innocenceindanger.de).
|
||
| Praxisforum Congress (Pf12) | Europäische Präventionsmodelle und -strategien bei Jugendgewalt Dieses Praxisforum findet auch am 25. von 9.30 bis 12.30 Uhr statt (= PF 25) |
Dr.in Ireen Christine Winter Universität Wien, Abteilung für Kriminologie, Research Officer (European Crime Prevention Network - EUCPN) |
|
Europäische Präventionsmodelle und -strategien bei Jugendgewalt Gewalt und Aggression bei Jugendlichen ist ein Thema, dass sowohl in den Medienberichten als auch in der Politik regelmäßig diskutiert wird. In der Europäischen Union belegen zahlreiche Expertisen professioneller Akteure, wie es zu Aggression und Gewalt bei Kindern und Jugendlichen kommen kann, welche Einflussfaktoren und Verhaltensmaßnahmen relevant sein könnten und welche Präventionsmodelle bzw. vorbeugenden Strategien sich in den jeweiligen Mitgliedsstaaten als effizient oder wirkungslos erwiesen haben. Der Workshop möchte den TeilnehmerInnen anhand internationaler Beispiele die Gelegenheit geben, ausgewählte Präventionsprojekte und Empfehlungen zur Bekämpfung von Jugendgewalt kennen zu lernen, zu diskutieren und interaktiv aufzubereiten.
Biografie
(Forschungsschwerpunkte: Kriminalprävention, Strafvollzug)
2009 bis dato: Dozentin im Bachelor-Studiengang „Polizeiliches Führungsmanagement“, Fachhochschule Wiener Neustadt
|
||
| Workshop Congress (WS13) | Kids im Netz – Was geht ab? |
BezInsp Adolf Wöss Kriminalbeamter, Präventionsschwerpunkte: Gewaltprävention und Jugendarbeit, Zielgerichtete Gewalt an Schulen – Amoklagen, Jugendgewalt und neue Medien GrInsp Alexander Geyrhofer Präventionsbeamter im Bereich Sucht– und Jugendgewaltprävention |
|
Kids im Netz – Was geht ab? Realitätsnahe Computerspiele und die virtuellen Surf- und Chatwelten haben eine sagenhafte Anziehungskraft auf Kinder und Jugendliche und machen es notwendig, dass LehrerInnen sich immer wieder neu mit solchen lebensweltlichen Wirklichkeiten und deren Auswirkungen befassen, um auch in diesem Lernbereich wirkungsvoll begleiten zu können. Durch praxisnahe Beispiele und Übungen werden die Themenbereiche Happy Slapping, Cyber Mobbing (Bulling), Gewaltspiele- und Filme sowie Gefahren in und durch Soziale Netzwerke und Chatrooms besprochen und bearbeitet. Die TeilnehmerInnen erlangen somit Kompetenzen, Gefahren in und durch neue Medien rasch erkennen zu können und präventiv darauf reagieren zu können.
BezInsp Adolf Wöss Kriminalbeamter LKA OÖ – Kriminalprävention: Sonderausbildungen: Lehrgang für dienstführende Wachebeamte, Führungsmanagement und Teamentwicklung, Kommunikation, Umgang mit Konflikten, Projektmanagement, Gewaltprävention und Jugendarbeit, Zielgerichtete Gewalt an Schulen – Amoklagen, Jugendgewalt und neue Medien.
GrInsp Geyrhofer Alexander Beruflicher Werdegang: Zusatzqualifikationen:
|
||
| Praxisforum Congress (Pf14) | Theaterpädagogische Projekte zur Sucht- und Gewaltprävention in Schulen. Konzepte, Wirkungen und Rahmenbedingungen |
Dr. Michael Wrentschur Soziologe, Theaterpädagoge, Erziehungs- und Bildungswissenschafter, Kulturschaffender Hochschullehrer an der Universität Graz, Künstlerischer Leiter von InterACT (Werkstatt für Theater und Soziokultur Graz) Barbara Jauk Ausgebildete Kinderbetreuerin; Vizepräsidentin und pädagogische Leiterin des Österreichischen Zentrums für Kriminalprävention, Graz Mag. Armin Staffler kontakt+co Suchtprävention Jugendrotkreuz Mag. Martin Vieregg Mitarbeiter bei InterACT – Werkstatt für Theater und Soziokultur (Darsteller, Workshop- und Projektleitung, Projektkoordination und -organisation, Regie) |
|
Theaterpädagogische Projekte zur Sucht- und Gewaltprävention in Schulen. Theaterpädagogische Methoden und Projekte in Schulen zählen mittlerweile zu einem bedeutsamen Instrument der Sucht- und Gewaltprävention. Die Präsentation und Diskussion der Projekte ist der Impuls für den anschließenden gemeinsamen Austausch darüber, welche Voraussetzungen und Rahmenbedingungen nötig sind, damit theaterpädagogische Präventionsprojekte im schulischen Kontext wirksam und erfolgreich sein können.
Mag. Dr. Michael Wrentschur Geb. 1966 in Graz Hochschullehrer an der Universität Graz, Institut für Erziehungs- und Bildungswissenschaft, Arbeitsbereich Sozialpädagogik: Arbeitsschwerpunkte in Lehre und Forschung: Theaterarbeit in sozialen Feldern; Soziokultur und Partizipation; szenisches Forschen Künstlerischer Leiter von InterACT, Werkstatt für Theater und Soziokultur Graz. Leitung zahlreicher theaterpädagogischer Workshops, Projekte und Produktionen zur Sucht- und Gewaltprävention; BürgerInnenbeteiligung; Konflikte im öffentlichen Raum; (Neue) Armut, Wohnungslosigkeit, Arbeitslosigkeit.
Barbara Jauk geboren 1974 in Bruck an der Mur Matura BORG Kindberg Verheiratet, 3 Kinder 2000/2001 Ausbildung zur Kinderbetreuerin Seit 2001 theaterpädagogische Tätigkeit beim Österrichischen Zentrum für Kriminalprävention Seit 2006 Pädagogische Leiterin beim Österreichischen Zentrum für Kriminalprävention 2007/08 Betreuerin im Regenbogenhaus, Verein zur Förderung alternativer Lehrmethoden 2009 Referentin bei Styria Vitalis
Mag. Armin Staffler Geb. 1975, Innsbruck Politologe und Theaterpädagoge BuT®, seit 2000 Durchführung der theaterpädagogischen Angebote „act it – Forumtheater“ von „kontakt+co Suchtprävention Jugendrotkreuz“ in Schulen, Jugendzentren und Gemeinden. Lehrtätigkeit am Institut für LehrerInnenbildung und Schulforschung der UNI Innsbruck und am UNESCO Chair for Peacestudies. Autor des Buches „Augusto Boal. Einführung“ (Oldib-Verlag, 2009) Obfrau-Stellvertreter bei spectACT – Verein für politisches und soziales Theater. Zahlreiche theaterpädagogische Präventionsprojekte zu Themen der Gesundheit und des Zusammenlebens
Mag. Martin Vieregg Jg. 1976, Studium der Pädagogik, Absolvent des Theaterpädagogik-Lehrgangs „Spielend Leben lernen", Fortbildungen in Öko- und Sexualpädagogik und u.a. bei Augusto Boal (BRA), Lee Breuer (USA), Claudia Buser (D), etc. Seit 1999 als freier Mitarbeiter bei InterACT, seit 2005 angestellt.
|
||
| Workshop extern (WS15) | EINS-DREI -DREI Polizei! Tipps für Kids Workshop für Volksschulklassen im Polizeistützpunkt West (8020 Graz, Karlauerstraße 14) von 8–10 und 10–12 Uhr Anmeldung an der KinderUNI Graz |
GrInsp Heimo Zenz Polizist in Graz im Kriminaldienst – Schwerpunkt Kriminalprävention |
|
EINS-DREI-DREI Polizei! – Tipps für Kids! Kinder sollten über mögliche Gefahren Bescheid wissen – nur so können sie zu „starken“ Kindern werden, die sich zu helfen wissen (auch indem sie wissen, woher Hilfe kommen kann)! In diesem lebendig gestalteten Workshop erfahren sie, was Polizistinnen und Polizisten alles zu tun haben, welche Hilfe und Unterstützung die Polizei anbietet und wie das dann, wenn’s benötigt wird, „funktioniert“. Auch die Themen „Gewalt“ und „Umgang mit Fremden“ werden angesprochen und diskutiert.
Biografie Ich bin 50 Jahre, verheiratet und habe eine Tochter (25 Jahre). Nach Abschluss der Pflichtschule erlernte ich einen handwerklichen Beruf. Die Ausbildung schloss ich mit Auszeichnung ab. Anschließend Bundesheer. Seit 29 Jahren Polizist bei der Grazer Polizei. Davon 25 Jahre auf der Polizeiinspektion Lendplatz und 4 Jahre beim Kriminaldienst – Kriminalprävention. Ich übe die Präventionstätigkeit leidenschaftlich und aus Idealismus aus.
|
||
19–22 Uhr im Steiermarksaal (congress graz)
Empfang und Verleihung des Österreichischen Präventionspreises 2010
Empfang und Verleihung des Österreichischen Präventionspreises 2010
Heuer wird zum zweiten Mal der Österreichische Präventionspreis verliehen.
Thema 2010:
„Grenzen-Los!“
Gegenwart und Zukunft der „digital natives”
Details zum Österreichischen Präventionspreis 2010
Weiterführendes:










































