Auftaktveranstaltung
22. November 2010
Kongress, 1. Tag
24. November 2010
Kongress, 2. Tag
25. November 2010
  Aktueller Tag  

Beginn 9 Uhr

congress graz – Plenum (Saal Steiermark)

Moderation Dr. Peter Altmann
 

Dr. Peter Altmann

Dr. Peter Altmann

Systemischer Organisationsentwickler und Unternehmensberater
Psychologe
Lebens und Sozialberater
Eingetragener Mediator
Theaterpädagoge und Schauspieler

Arbeitsschwerpunkte und Interessen
Changemanagement und Organisationsentwicklung
Strategieentwicklung und Zukunftsfähigkeit von Unternehmen
Teamentwicklung – Synchronisation, Sinn und Synergie in Teams
Führungskräfteentwicklung und -coaching, Partizipation in Führung und Leitung
Lösungsfokussiertes Management
Konfliktklärung und Mediation
Gesundheit, Lebenszufriedenheit, Stressbewältigung
Theater und andere Erlebnis-Lern-Welten in der Entwicklung von Organisationen und Menschen

Berufserfahrungen
Leitung des Bildungshauses Deutschfeistritz
Lehrtätigkeit an der FH Joanneum Graz (Teamtraining, Konfliktmanagement, Lern- und Arbeitstechniken)
Beratung „Alternsgerechte Arbeit“ (Unternehmensberatung BAB GmbH Graz)
Theaterprojekte (Moderation und Schauspiel) in Organisationsentwicklung, Training und Gemeinwesenarbeit
Beratung/Training im Qualitätsmanagement im Gesundheitsbereich (Hygienicum Graz)

Weiterbildungen
Systemische Organisationsberatung (MZW und OSB Wien, F. Simon, R. Wimmer)
Systemische Strukturaufstellungen und autopoietische Aufstellungsarbeit (M. Varga v. Kibed, S. Essen)
Krisenintervention (STEIGLS, G. Bitzer-Gavornik)
NLP Basis- und Intensivseminar (ÖTZ, K. Petrovic, P. Schütz)
Gruppen- und Spielpädagogik  (AGB – Arbeitsgemeinschaft für Gruppenberatung)

Ausgewählte Referenzen
Austrian Airlines – C+C Pfeiffer Graz – Roche Diagnostics Graz – VOEST alpine Stahl  GmbH – Zeiss IMT Graz – Magna Steyr Fahrzeugtechnik Graz – Katholische Kirche Diözese Graz-Seckau – Evangelische Kirche A.B. Diözese Steiermark – Lebenshilfe Judenburg – Beratungszentrum Frohnleiten – Chance B Gleisdorf – Verein für Psychische und Soziale Lebensberatung Judenburg – Stadt Graz (Büro für BürgerInnenbeteiligung)

Kontakt
8200 Gleisdorf, Albersdorf 28
Tel. 0699/111 727 82
Email: altmannpeter@gmx.at

  
Impuls Grenzüberschreitungen und
Prävention in der digital-globalen
Welt der Gegenwart
Univ.-Prof., Hon.-Prof.
Dr. Johann Götschl

Universitätsprofessor für Philosophie und Wissenschaftstheorie an der Universität Graz
 

Gegenwärtige Gesellschaften sind von einer zunehmend komplexen und dynamischen Vielfalt gekennzeichnet. In zunehmend allen Beziehungsfeldern zwischen den Generationen zeigen sich neue Formen von Unruhepotentialen. Mehr denn je führen diese Unruhepotentiale dazu, dass sich Grenzüberschreitungen sowohl in qualitativer wie auch in quantitativer, aber auch in positiver und negativer Hinsicht verstärken. Grenzüberschreitungen sind im Prinzip positiv, wenn es zu einem dynamischen Gleichgewicht zwischen Kognition, Emotion, Sozialisation und Kommunikation kommt. Vor diesem Hintergrund kann es in einem prinzipielleren Sinne zu Humanfortschritten kommen (Ethische Kultur, Gesetzgebung etc.). Humanfortschritte sind gefährdet, wenn die Möglichkeiten und Grenzen einer "Rationalisierung von Emotionalität" und umgekehrt einer "Emotionalisierung von Rationalität" nicht erkannt werden. Denn in der gegenwärtigen Welt manifestieren sich neue Möglichkeiten, die die Verhältnisse zwischen kleineren und größeren sozialen Einheiten kategorial verändern. Dies zeigt, dass sich damit Fortschrittsszenarien für die Weiterentwicklung von Präventionskonzepten bzw. Präventionshandlungen bieten. Prävention in diesem Zusammenhang bedeutet die Herausforderung, das Streben nach Erhöhung von Freiheitsgraden untrennbar mit Verantwortung zu koppeln.

 

Univ. Prof., Hon. Prof. Dr. Johann Götschl

Biografie

Universitätsprofessor für Philosophie und Wissenschaftstheorie; Lektor für Philosophie und Wissenschaftstheorie an der Technischen Universität Wien; Mitglied der Leibniz-Sozietät Berlin, Lektor für „Technik und Ethik“ an der Technischen Universität Graz; Visiting Professor an der Donau Universität Krems, Mitglied der Kommission des Research-PhD-Programms (Donauuniversität Krems – Leeds Metropolitan University); Vorsitzender der „Commission for Scientific Integrity and Ethics“ der Technischen Universität Graz; Honorarprofessor für das Fach „Wissenschaftstheorie“ an der Technischen Universität Graz. Forschungsschwerpunkte u.a.: Interdisziplinäre Zugänge zur Vermittlung zwischen den Natur-, Sozial- und Geisteswissenschaften; Theorien des Wissens, der Wissensproduktion, der Wissensdiffusion und der Wissensanwendung; Lernen in der Wissens- und Informationsgesellschaft; Zahlreiche Gastprofessuren u.a. in USA.

 

Ausgewählte Publikationen (2001 – 2010):

"On Evolutive Dynamics of Knowledge Production. Some Implications for Democracy", in: J. Götschl (ed.): "Evolution and Progress in Democracies. New Foundations of a Knowledge Society", Kluwer Academic Publishers, Dordrecht/Boston/London 2001; "Transdisciplinarity: Dynamic interrelations between disciplinarity, interdisciplinarity and transdisciplinarity", in: E. Mariani (ed.): Unity of Knowing and Doing: A Transdisciplinary Solution, Napoli 2001; "Self organization: epistemological and methodological aspects of the Unity of Reality" – "Auto-organizzazione: aspetti epistemologici e metodologici dell'unità della realtà". In: Cuccurullo, L./Mariani, E. (eds.): Contesti e validità del discorso scientifico. Roma 2005; "World View: on the Role of Physics in Erwin Schrödinger's Philosophical System" – "Visione del mondo: considerazioni sul ruolo della fisica nel sistema filosofico di Erwin Schrödinger", in: Cuccurullo, L./Mariani, E. (eds.): Contesti e validità del discorso scientifico. Roma 2005; "Theoretische und pragmatische Aspekte von Forschung", in: E. Bratengeyer/A. Stepan (Hrsg.): Forschung: Strategien, Programme, Förderungen. Expertenmeeting an der Donau-Universität Krems, 2005; "Selbstorganisation: Neue Grundlagen zu einem einheitlicheren Realitätsverständnis", in: Vec/ M., Hütt/M.-Th./Freund, A. M. (Hrsg.): Selbstorganisation. Ein Denksystem für Natur und Gesellschaft, Sammelband der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Böhlau Verlag Köln Weimar Wien, 2006; „Wege zur Integration? Dynamische Zusammenhänge zwischen Disziplinarität und Interdisziplinarität“, in: Petzold, H.G/Leitner, A. (Hrsg.): Integrative Therapie. Zeitschrift für vergleichende Psychotherapie und Methodenintegration, 2008;; "Das Phänomen Wissenschaft in den Spannungsfeldern von Disziplinarität, Interdisziplinarität und Transdisziplinarität (Wissenschaftstheoretische Zugänge)", in: Lenz, W. (Ed.): Interdisziplinarität – Wissenschaft im Wandel. Beiträge zur Entwicklung einer neuen Fakultät, Löcker-Verlag, Wien, 2010; "Zum dynamischen Menschenbild der Gegenwart: Wissenschafts-philosophische Erkundungen", in: Petzold, H. G. (Hrsg.): Die Menschenbilder in der Psychotherapie. Interdisziplinäre Perspektiven und die Modelle der Therapieschulen, Edition Donau-Universität - Krammer Verlag Wien, 2010 (Im Erscheinen)

 

Eröffnung Günther Ebenschweiger
Geschäftsführer von aktivpräventiv –
Plattform für Kriminalprävention Wissenstransfer und Vernetzung GmbH.
Präsident des Österreichischen Zentrums für Kriminalprävention
Leiter der Polizeiinspektion Finanz in Graz
Grußworte Mag.a Dr.in Maria Fekter
Bundesministerin für Inneres
  Mag. Franz Voves
Landeshauptmann von Steiermark
  Mag. Siegfried Nagl
Bürgermeister der Landeshauptstadt Graz

10.30 Uhr

Pause  

11 Uhr

Referat Deliquenz von Kindern und
Jugendlichen:
Alltägliche Grenzüberschreitungen oder besorgniserregende Kriminalität?
Dr. Christian Grafl
Abteilung für Kriminologie,
Universität Wien
 

Delinquenz von Kindern und Jugendlichen:
Alltägliche Grenzüberschreitungen oder besorgniserregende Kriminalität?

Der Vortrag gibt einen Überblick über Stand und Entwicklung der Kinder- und Jugenddelinquenz in Österreich. Handelt es sich großteils um alltägliche Grenzüberschreitungen oder um Kriminalität, die scharfer gerichtlicher Reaktionen bedarf?

Ausgehend von empirischen Erkenntnissen zur registrierten Kriminalität wird der Frage nachgegangen, ob statistische Zahlen aussagekräftige Indikatoren für das tatsächliche Kriminalitätsgeschehen sind oder eine vorsichtigere Interpretation veröffentlichter Daten und Trends notwendig ist.

 

Dr. Christian Grafl

Biographie

ao. Universitätsprofessor Dr. Christian Grafl
geboren 1959 in Wien

Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Wien mit Promotion zum Dr.iur. 1983

Seit 1981 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Strafrecht und Kriminologie der Universität Wien

1999 Habilitation an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien und Erteilung der Lehrbefugnis für Kriminologie und Kriminalistik

Seit 1.12.2003 Leiter der Abteilung Kriminologie des Instituts für Strafrecht und Kriminologie der Universität Wien

Seit 2001 zusätzlich Lehrbeauftragter an der Universität Graz

 

11.30 Uhr

Referat Jugend unter Druck –
Von der schwindenden Lust am
Erwachsenwerden
Mag. Bernhard Heinzlmaier
Vorsitzender des Instituts für Jugendkulturforschung in Wien und Hamburg.
Leiter der tfactory-Trendagentur in Hamburg.
 

Jugend unter Druck
Von der schwindenden Lust am Erwachsenwerden

Jugend war schon immer eine ideale Projektionsfläche für soziale Ängste und negative Zukunftsprognosen. Von der Zeit der alten Griechen bis in unsere Gegenwart. Selbst dem großen Philosophen Aristoteles diente die Jugend als eine Art Reflexionsfläche für soziale Probleme seiner Zeit. So stellte er im 4. Jahrhundert vor Christus mit Blick auf die Jugend fest: „Ich habe überhaupt keine Hoffnung mehr in die Zukunft unseres Landes, wenn einmal unsere Jugend die Männer von morgen stellt. Unsere Jugend ist unerträglich, unverantwortlich und entsetzlich anzusehen.“

Was erschreckend die Erwachsenen nun an der Jugend eigentlich so? Ihr Individualismus? Ihre Lust am Konsum? Ihre distanzierte Haltung zu Parteien und  Institutionen? Ihr Nutzenorientierung? Ihr Pragmatismus? Wenn sie das erschreckt, dann erschrecken sie Eigenschaften und Handlungspraxen, die ihnen im hohen Maße selbst anhaften. Den konsumiert auf Teufel komm raus wurde auch schon in den 70er und 80ern, Nutzenorientiert und pragmatisch waren vor 30 Jahren schon die Yuppies und Politikdistanz und ein kühles und abgeklärtes Verhältnis zu Religion hatten in den 80ern auch schon die heute zwischen 40- und 50-jährigen.

Und welche möglichen Schlüsse können wir daraus nun ziehen?
Ganz einfach. Das was die Erwachsenen an den Jugendlichen kritisieren und bekritteln ist das, was ihnen an ihnen selbst unheimlich ist, was sie an sich selbst nicht zu akzeptieren dürfen glauben. Der Unterschiede zwischen Erwachsenen und Jugendlichen im Hinblick auf Individualismus, Hedonismus und Institutionenskepsis dürfte also letztendlich in erster Linie darin bestehen, dass die Jungen ohne schlechtes Gewissen egozentrisch und individualistisch sind, während sich ihre Eltern noch immer nicht zu hundert Prozent zugestehen wollen, dass es ganz nützlich und praktisch ist, egoistisch zu sein.

Woher kommt das nun alles?
Was bringt Individualismus und Neo-Materialismus hervor. Was steckt hinter dem Niedergang der noch in den 80er Jahren von Ingelhardt postulierten postmaterialistischen „Silent Revolution“? Um es mit dem deutschen Soziologen Wilhelm Heitmeyer zu sagen; es liegt am Wandel der Marktwirtschaft zur Marktgesellschaft und der damit verbundenen Ökonomisierung des Sozialen.

Mit Ökonomisierung des Sozialen meint Heitmeyer, dass nun allen menschlichen Beziehungen die Imperative des Marktes übergestülpt werden. Effizienz, Nützlichkeit, Verwertbarkeit, Funktionsfähigkeit, Rentabilität sind zu allgemeinen Gradmessern menschlichen Denkens und Handelns geworden. Damit werden Jugendliche und wurden zum Teil auch schon ihre Eltern in eine Gesellschaft sozialisiert, in der unter anderem das Familienleben der Erwerbsarbeit untergeordnet wird, die Schule den Anforderungen des Arbeitsmarktes zu folgen hat, Leistungen der sozialen Systeme verstärkt nach Effizienzkriterien ausgerichtet werden und zunehmend die Politik die Kontrolle über die Wirtschaft verliert. Wenn in allen Gesellschaftsbereichen nach ökonomischen Nützlichkeitskriterien gehandelt wird, wem kann es da wundern, wenn nun auch die jungen Menschen in ihren persönlichen Lebenszusammenhängen materialistisch, pragmatisch und nutzenorientiert handeln?

Was im Zusammenhang mit der Ökonomisierung des Sozialen vielfach auf der Strecke bleibt sind, um mit Richard Sennett zu sprechen „Gemeinwohlorientierte moralische Normen“.

Moralgeleitetes Denken und Handeln droht auch in mikrosozialen Handlungsfeldern von einer kalten, pragmatischen Nutzenkalkulation in den Hintergrund gedrängt zu werden.
Die Welt ist kalt geworden. Leistung und Konkurrenz stehen im Vordergrund. Versagens- und Abstiegsängste machen Druck und Stress zu permanenten Begleitern des alltäglichen Lebens der (jungen) Menschen.

Unsere Marktgesellschaft lässt es für eine große Zahl der Jungen nicht mehr erstrebenswert erscheinen Erwachsen zu werden. Dies führt dazu, dass vor allen die jugendlichen aus den Mittelschichten den Eintritt in die vollständige Erwachsenenrolle möglichst lange aufzuschieben trachten. Deutliches Zeichen dafür ist, dass der Auszug aus dem Elternhaus immer weiter hinausgezögert wird, oft weit über das siebenundzwanzigsten Lebensjahr hinaus.

Die Rolle des flexiblen Menschen, der niemals in eine zumindest vorübergehend stabile Lage zu kommen scheint, dessen Leben der tägliche Kampf um den Aufstieg oder den Nicht-Abstieg ist, ist für die Jugend mehr Zumutung als positive Herausforderung. Ein Leben, in dem nichts fix und alles in ständiger Bewegung ist, in dem permanent Entscheidung mit mehr oder weniger großer Tragweite getroffen werden müssen, in dem man die meisten Herausforderungen ganz für sich alleine zu bewältigen hat, produziert mehr Zukunftsängste als Zukunftshoffnungen. Jugendliche wollen vielfach nicht mehr Erwachsen werden, weil sie die (post-)moderne Erwachsenenrolle überfordert.

 

Literatur:

Heitmeyer, Wilhelm (Hrsg.): Deutsche Zustände. Folge 6. Frankfurt a. M. 2007: Suhrkamp Verlag.
Beck, Ulrich: Die Erfindung des Politischen. Zu einer Theorie reflexiver
Modernisierung. Frankfurt am Main 1993: Suhrkamp Verlag.
Sennett, Richard:  Die Kultur des neuen Kapitalismus. Berlin 2005: Berlin Verlag
Sennett, Richard: Der flexible Mensch. Berlin 2006: Berlin Verlag

 

Mag. Bernd Heinzlmaier

Biografie

Bernhard Heinzlmaier ist ehrenamtlicher Vorsitzender des Instituts für Jugendkulturforschung in Wien und Hamburg. Hauptberuflich leitet er die tfactory-Trendagentur in Hamburg.

Studium der Geschichte, Germanistik, Psychologie, Philosophie.

1988 bis 2000 Geschäftsführer des Österreichischen Instituts für Jugendforschung. 1990 bis 1992 Studienleiter für Markt- und Meinungsforschung bei Consent Wien. 1992 bis 1995 Geschäftsführer der Werbeagentur CNC.

1997 Gründung der tfactory Trendagentur in Wien.

Seit 2000 Geschäftsführer der tfactory Trendagentur Deutschland mit Sitz in Hamburg.

Bernhard Heinzlmaier ist u.a. wissenschaftlicher Projektleiter der Studie „Gesundheitsförderung in der Zielgruppe Jugend:  Gesundheitsbewusstsein und Gesundheitsstile bei 14- bis 25-jährigem Event-Publikum“, Co-Projektleiter des Dritten Berichtes zur Lage der Jugend in Österreich sowie Studienleiter der tfactory-Eigenstudien TIMESCOUT Welle 1 bis 16

Zahlreiche Fachpublikationen, darunter: „Jugendkultur-Guide“ (öbvhpt, 2002), „50 Jahre Shell Jugendstudie. Von Fräuleinwundern bis zu neuen Machern“ (Ullstein, 2002), „Die neuen vorBilder der Jugend. Stil- und Sinnwelten im neuen Jahrtausend“ (G&G, 2007)

Universitäre Lehraufträge an der Popakademie in Mannheim, am Institut für Bildungswissenschaften der Universität Innsbruck sowie am Internationalen Journalismus Zentrum des Departments für Wissens- und Kommunikationsmanagement der Donau Universität Krems und am Department für politische Kommunikation der Donau Universität Krems mit Lehrgängen in Krems und Köln.

Arbeitschwerpunkte: Jugendpolitik, Freizeitforschung, jugendkulturelle Trends, Zielgruppenkommunikation, Lifestyleforschung

 

12.10 Uhr

Podiums-
Diskussion
Mag. Bernhard Heinzlmaier
Dr. Christian Grafl
Dr. Peter Altmann
(Moderation)

13 Uhr

Pause  

 

14.30 – 17.30 Uhr

Workshops (congress) | Workshops (extern) | Workshops für Schulklassen | Praxisforen

  • Workshops in den congress-Räumlichkeiten. Einige Workshops finden an beiden Tagen statt.
    (max. 25 Personen pro WS)
  • Externe Workshops in den Institutionen Mafalda , Jugendstreetwork und Schlupfhaus.
    (max. 25 Personen pro WS, max. 16 Personen bei Jugendstreetwork)
  • Externe Workshops für Kinder und Jugendliche an der „Pädagogischen Hochschule Steiermark – Campus Hasnerplatz“ und im Polizeistützpunkt West in Graz.
    (zur Anmeldung werden Sie an die Kinder- und JuniorUNI Graz weitergeleitet)
  • Praxisforen mit max. 45 Personen.

 

Workshop extern (WS1) GrenzgängerInnen –
Warum ein starkes Netzwerk für Arbeit mit Jugendlichen in Krisensituationen notwendig ist.

Externer Workshop im „Schlupfhaus“
(Mühlgangweg 1, 8010 Graz)
Mag. Martin Auferbauer
Leiter der Jugendnotschlafstelle Caritas-Schlupfhaus in Graz,
Lehrbeauftragter an der Pädagogischen Hochschule Steiermark
 

GrenzgängerInnen – Warum ein starkes Netzwerk für die Arbeit mit Jugendlichen in Krisensituationen notwendig ist.

Die Arbeit mit Jugendlichen in Krisensituationen ist eine Herausforderung für das Netzwerk Sozialer Arbeit (wobei darunter nicht nur Sozialeinrichtungen im engeren Sinn, sondern alle Professionen, die mit Jugendlichen befasst sind, zu verstehen sind).

Die Jugendnotschlafstelle Caritas-Schlupfhaus wird jährlich von knapp 300 Jugendlichen bzw. jungen Erwachsenen aufgesucht und bietet Soforthilfen (Übernachtungsmöglichkeit, Essen, Duschen, Wäsche waschen, Erste Hilfe, etc.) sowie Beratung an.

Es zeigt sich, dass etwa die Hälfte der KlientInnen nur ein bis zwei Nächte in der Notschlafstelle bleiben – entweder kommt es zu einer schnellen Vermittlung (zumeist in Jugendwohlfahrtseinrichtungen) oder zur Rückkehr in den Herkunftskontext. Die andere Hälfte bleibt zum Teil deutlich länger, oft weil sie über keine adäquaten Ressourcen verfügen. Gerade diesen Personen steht unser Angebot der Einzelfallarbeit offen, wo es um die Aktivierung von Ressourcen mit den Betroffenen geht.

Ziel ist dabei die Ablöse und die nachhaltige Verbesserung der Situation.

Um der Vielschichtigkeit der Problemlagen unserer KlientInnen gerecht zu werden ist ein hoher Grad an Vernetztheit mit anderen Institutionen unabdingbar. Möglichst konkretes Wissen um die Arbeitsweise und die Angebote der NetzwerkpartnerInnen ist die Basis für funktionierende Vermittlungen und eine gelingende Zusammenarbeit im Interesse der KlientInnen.

 

Die Ziele des Workshops:

  • Kennenlernen der Jugendnotschlafstelle Caritas-Schlupfhaus und ihrer Angebote
  • Stärken und Grenzen des niederschwelligen Ansatzes in der (Jugend-)Sozialarbeit
  • Erkennen von Potenzialen zur Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Institutionen

 

Web: http://schlupfhaus.caritas-steiermark.at/

 

Mag. Martin Auferbauer

Biografie

Soziologe, Leiter der Jugendnotschlafstelle Caritas-Schlupfhaus in Graz, Lehrbeauftragter an der Pädagogischen Hochschule Steiermark, freiberufliche sozialwissenschaftliche Tätigkeit

 

Workshop congress (WS2) Starke Sache! –
Selbstbewusstsein statt Gewaltbereitschaft
bei Jungen fördern.


Dieser Workshop findet auch am 25.
von 9.30 bis 12.30 Uhr statt (= WS 16)
Mag. Romeo Bissuti
Klinischer- und Gesundheitspsychologe, Leiter des MEN (Männergesundheitszentrum)
 

„Starke Sache! Selbstbewusstsein statt Gewaltbereitschaft bei Jungen fördern.“

Burschen und Jungen zählen sowohl bei den Tätern wie auch bei den Opfern zu den Hauptgruppen der von Gewalt Betroffenen. Es ist in der pädagogischen Arbeit daher wichtig, diesem Gender Aspekt in der Gewaltprävention Rechnung zu tragen. Im Workshop wird es deshalb darum gehen, die Hintergründe dafür aus geschlechtssensibler Sicht zu erhellen.

Ziel ist es, den Jungen Wege zu einem guten Selbstbewusstsein zu ermöglichen und einen Lebensentwurf als Junge/Mann anzuregen, bei welchem zB. demonstrative Gewaltbereitschaft als Vehikel zur Selbstaufwertung weniger wahrscheinlich wird.

Dazu werden Ansätze und praxisgerechte Methoden für eine Jungenarbeit erarbeitet, die gewaltpräventive Ressourcen bei den Jungen fördern.

 

Mag. Romeo Bissuti

Biografie

Klinischer- und Gesundheitspsychologe; Leiter des MEN Männergesundheitszentrums; Obmann der White Ribbon Österreich Kampagne; Mitarbeiter der Wiener Männerberatung; freier Fortbildner zu Männerthemen.

 

Workshop congress (WS3) Gesund in den Wahnsinn?!
Prävention und Therapie von Essstörungen im Kindes- und Jugendalter
Univ.-Prof.in Dr.in med.
Marguerite Dunitz-Scheer

„Bunter Vogel“; Kinderfachärztin, Regisseurin, Psychotherapeutin, Buchautorin, Forschungsschwerpunkt: Sondenkinder, Non-verbale Kommunikation
 

Gesund in den Wahnsinn?!
Prävention und Therapie von Essstörungen im Kindes- und Jugendalter

Es ist verrückt; noch nie zuvor gab es in der westlichen Welt so viel Nahrungsmittel und zugleich so viele junge Menschen, die mit dem Überfluss nicht zurechtkommen. Einerseits steigt die Zahl massiv übergewichtiger Kinder und demzufolge auch die Anzahl medizinischer, orthopädischer und psychosozialer Folgeerkrankungen, andererseits sterben jährlich Dutzende junge Frauen an den Folgen jahrelangen Hungerns.

Diese problematische Entwicklung macht nicht einmal vor Babys und Kleinkindern halt, deren Eltern informiert wie noch nie und zugleich maximal verunsichert sind.

Der Workshop soll Jugendliche wie auch Eltern und Fachleuten eine Hilfestellung anbieten, wie Jeder von uns sein physisches und psychisches Gleichgewicht suchen und finden kann.

 

Univ.-Prof. Dr.in med. Marguerite Dunitz-Scheer

Biographie

„bunter Vogel“; Kinderfachärztin, Regisseurin, Psychotherapeutin, Buchautorin, Forschungsschwerpunkt: Sondenkinder, Non-verbale Kommunikation

 

Workshop congress (WS4) „Warum tust du dir das an?“
Über Werthaltungen im Umgang mit verhaltensauffälligen Kindern in einer besonderen Schule
Gerhild Groß
Beratungslehrerin und Lehrerin für Kinder mit speziellen Erziehungsbedürfnissen am SPZ Ellen Key in Graz

Dipl.-Päd.in Barbara Silly
Leiterin des Lern- & Seminarinstitutes Weiz, Referentin in der Erwachsenenbildung, Lehrerin am SPZ Ellen Key in Graz, Trainerin für langzeitarbeitslose Jugendliche (Verein Pasch)
 

„Warum tust du dir das an?“
Über Werthaltungen im Umgang mit verhaltensauffälligen Kindern
in einer besonderen Schule

Dieser Workshop gibt einen persönlichen Einblick in die oft anstrengende aber sehr spannende Arbeit mit verhaltensauffälligen Kindern und Jugendlichen. Folgende Themen werden diskutiert:

  • Welche Haltung und welches Verständnis helfen im Kontakt mit Kindern mit speziellen Erziehungsbedürfnissen?
  • Welche „Verhaltensauffälligkeiten“, welche persönlichen und organisatorischen Ressourcen braucht man um sich freiwillig gerade solche Schüler auszusuchen und um seinen Job trotzdem zu lieben?
  • Wie funktioniert Unterricht in einer Klasse mit bis zu 10 verhaltensauffälligen Schülern – mit dem Ziel der Reintegration?

Das sonderpädagogische Zentrum Ellen Key für Kinder mit besonderen Erziehungsbedürfnissen mit seinen vielfältigen Aufgaben wird auch in diesem Workshop vorgestellt.

 

Dipl.-Päd. Barbara Silly

Dipl.-Päd.in Barbara Silly

  • Leiterin des Lern- & Seminarinstitutes Weiz
  • Referentin in der Erwachsenenbildung
  • Beratungslehrerin und Lehrerin für Kinder und Jugendliche mit speziellen Erziehungsbedürfnissen für das SPZ Ellen Key in Graz
  • Tätigkeit als Trainerin für langzeitarbeitslose Jugendliche beim Verein Pasch
  • Vortragende am Pädagogischen Institut, an der KPH und PH Graz

 

Gerhild Groß

Gerhild Groß

Beratungslehrerin und Lehrerin für Kinder mit speziellen Erziehungsbedürfnissen

Seit 1997 als Sonderschullehrerin und Integrationslehrerin tätig

Weitere Ausbildungen: Volksschullehramt, IKL, Motopädagogik, Gesundheitspädagogik

2004-2006 Konzeptentwicklung und Leitung der Förderklasse für verhaltensauffällige Kinder und Jugendliche in Weiz

Ab 2005 Tätigkeit als Beratungslehrerin

Seit 2008 Beratungslehrerin und Lehrerin für Kinder mit speziellen Erziehungsbedürfnissen  am SPZ Ellen Key in Graz

 

Praxisforum congress (pf5) Amokläufe an Schulen:
Ursachen, Präventionsmöglichkeiten
und -grenzen

! Wegen Krankheit abgesagt
Prof.in Dr.in Ruth Linssen
Professorin für Soziologie und Recht an der Fachhochschule Münster, Fachbereich Sozialwesen
 

Amokläufe an Schulen: Ursachen, Präventionsmöglichkeiten und -grenzen

Amokläufe und eskalierende Schulgewalt ist ein extremes, aber längst kein seltenes Phänomen mehr. Allein in Deutschland kam es in den letzten 10 Jahren mehrfach zu so genannten school shootings, bei denen insgesamt mehr als 30 Menschen getötet wurden. Durch die Medienberichterstattung zu solchen, dramatischen Ereignissen mag man den Eindruck gewinnen, es handele sich bei solchen Taten um ein „Durchdrehen“ psychisch gestörter Jugendlicher.

Die neuere Forschung zeigt jedoch, dass Amoktaten keineswegs spontan erfolgen und dass die Täter nicht unzurechnungsfähig sind. Vielmehr sind Amoktaten von Jugendlichen ein Phänomen, das sich im Einzelfall sehr langfristig entwickelt und sogar ankündigt. Diese Tatsache eröffnet Möglichkeiten der Prävention.

Gesellschaftlicher Umgang mit Amoktaten kann sich nicht im Erstellen von Handlungsanweisungen für den Ernstfall erschöpfen, ebenso wenig in generellen Verboten von Computerspielen.

Erfolg versprechend ist die Kombination repressiver und präventiver Maßnahmen, eine umfassende Sensibilisierung bis hin zur Entwicklung von Frühwarnsystemen, die eine Zusammenarbeit verschiedener Institutionen, wie Schule, Polizei und Jugendhilfe erfordert. Dennoch: Absolute Sicherheit gibt es wohl nicht. Im Forum sollen zunächst Ursachen von Amoktaten analysiert und Möglichkeiten und Grenzen der Prävention diskutiert werden.

 

Prof. Dr. Ruth Linssen

Biografie

1993-1999
Magisterstudium der Soziologie, Psychologie und Germanistik an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

2000-2002
Stipendiatin der Konrad-Adenauer Stiftung,
kriminologische Promotion zum Thema Jugendgewalt und Medien zur Dr. rer. pol.

2002-2003
Wissenschaftliche Assistentin an der Universität Bielefeld, Fachbereich Gesundheitswissenschaften, u.a. Mitarbeit an der 14. Shell-Jugendstudie

2004-2006
Projektmanagerin für Evaluation und Aus- und Fortbildung in der Kriminalprävention beim Landespräventionsrat Niedersachsen im Niedersächsischen Justizministerium, Hannover, daneben freiberufliche Tätigkeiten als Consultant und Dozentin

2006-2008
Hauptamtliche Dozentin für Psychologie, Soziologie und Pädagogik an der Fachhochschule des Bundes, Brühl, Fachbereiche Bundespolizei, Bundesnachrichtendienst u.a.
Forschungskooperationen mit der Kriminologischen Forschungsstelle im Landeskriminalamt Niedersachsen und der Fachhochschule Hannover, Fachbereich Wirtschaft

2008-2009
Professorin für Polizeiwissenschaften an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW, Fachbereiche Polizei und Kommunalverwaltung

Seit 2009
Professorin für Soziologie und Recht an der Fachhochschule Münster, Fachbereich Sozialwesen

 

Workshop extern (WS6) Wenn Mädchen Grenzen setzen


Externer Workshop bei Mafalda
(8020 Graz, Arche Noah 9–11)
DSAin Monika Wölkart, Bakk. Phil.
MAFALDA (Verein zur Förderung und Unterstützung von Mädchen und jungen Frauen)

DSAin Veronika Spannring
MAFALDA – Verein zur Förderung und Unterstützung von Mädchen und jungen Frauen, Beraterin mit dem Arbeitsschwerpunkt Gewalt- und Gewaltprävention.
 

Wenn Mädchen Grenzen setzen

Mädchen leben in einer anderen gesellschaftlichen Realität als Burschen. Sie erleben in ihrem Alltag andere Formen von Gewalt und sexualisierter Gewalt. In der Prävention bedarf es einer reflektierten Mädchen- und Burschenarbeit, sowie einer Auseinandersetzung mit den Geschlechterrollen und dem Geschlechterverhältnis in unserer Gesellschaft. Die Fragen die wir uns dazu stellen sind:

  • Was ermutigt Mädchen um ihren Bedürfnissen auf die Spur zu kommen und ihren  eigenen Weg zu finden?
  • Wie können sie ihre Grenzen wahrnehmen und behaupten?
  • Wo können sie Erfahrungen einbringen, neue Strategien erproben und Solidarität erfahren?
  • Was können wir dazu beitragen, um den Lebens- und Entscheidungsraum von Mädchen erweitern?

Im Workshop findet eine praxisorientierte Auseinandersetzung mit dem Thema Gewalt und den unterschiedlichen Präventionsangeboten der Mädchenberatungsstelle MAFALDA statt.

Zielgruppe: MultiplikatorInnen, LehrerInnen,  Interessierte

 

Web: www.mafalda.at/kontakt.html

 

DSA Monika Wölkart, Bakk. Phil.

DSAin Monika Wölkart, Bakk. Phil.

Beraterin bei MAFALDA – Verein zur Förderung und Unterstützung von Mädchen und jungen Frauen (seit 2010)

  • Workshops zum Thema „Selbstbewusstsein, Selbstbehauptung und Selbstverteidigung“ für Mädchen und Frauen nach der frauenspezifischen Methode DREHUNGEN (seit 2001)
  • Gewerbe für Lebens- und Sozialberatung (seit 2005)
  • Leitung Museumspädagogik, KIMUS Kindermuseum Graz GmbH (2005-2009)
  • Bakkalaureat, Institut für Erziehungs- und Bildungswissenschaft, Karl Franzens Universität Graz (2008)
  • Leitung Mobile Wohnbetreuung der Chance B, Gleisdorf (1996-2005)
  • Diplom, Akademie für Sozialarbeit, Graz (1996)
  • Matura, HTBLA für Bildnerische Gestaltung, Graz Ortweingasse (1993)

 

DSA Veronika Spannring

DSAin Veronika Spannring

Geb. 1961, verheiratet, drei Töchter

Seit 2000 bei MAFALDA – Verein zur Förderung und Unterstützung von Mädchen und jungen Frauen – als Beraterin mit dem Arbeitsschwerpunkt Gewalt und Gewaltprävention beschäftigt. Leitet Workshops für Mädchen und Multiplikatorinnen zu den Themen Gewaltprävention und Mädchenarbeit.

1986 – 2000: Tätigkeit als Sprengelsozialarbeiterin, als Beraterin im Beratungsdienst für Schwangere, als Sozialarbeiterin in der Jugendnotschlafstelle Schlupfhaus, freiberufliche Tätigkeit als Erwachsenenbildnerin und Erziehungshelferin

Ausbildungen:
1985: Diplom an der Akademie für Sozialarbeit in Graz

Verschiedene Ausbildungen im Bereich Gewalt und Gewaltprävention, feministische Mädchenarbeit und Erwachsenenbildung, darunter der Lehrgang Angewandtes Theater am Institut für Angewandtes Theater in Graz und der Systemische Lehrgang für Sozialarbeit an der BAS Wien.

 

Workshop congress (WS7) Migranten Banden –
Mythos oder Realität (Teil 1)

Der 2. Teil dieses Workshops findet am 25. von 9.30 bis 12.30 Uhr statt.
Anmeldung nur für beide Teile möglich!
Prof. Srdjan Mijalkovic
Verein Wiener Jugendzentren;
Pädagoge, Theaterwissenschaftler, Balkan-Experte
 

Migration und Gewalt: Migranten Banden/ Mythos oder Realität

Ist Migration und das Zusammenleben ein permanenter Konflikt oder eine Chance für eine neue Qualität des Zusammenlebens? Wer und was braucht Integration? Diskussion und Reflexion der gesellschaftlichen Bilder und Stereotypen über MigrantInnen unter der Betrachtung von gesellschaftlichen (Des-) Integrationsprozessen.

Gemeinsame Suche nach den optimalen Wegen zur Gewaltprävention auf strukturellen und institutionellen Ebenen im Hinblick auf die Situation und Bedürfnisse der Jugendlichen in Stadtteilen.

„Beteiligung der Jugendlichen im gemeinschaftlichen Leben“: Ein Projekt und mögliche Ansätze zur Förderung der Gemeinschaftressilienz und der eingeschlafenen Ressourcen. Gemeinsame Entwicklung von Interventionsmaßnahmen am konkreten Beispiel.

 

Prof. Srdjan Mijalkovic

Prof. Srdjan Mijalkovic

Verein Wiener Jugendzentren;
Pädagoge, Theaterwissenschaftler, Balkan-Experte

 

Praxisforum congress (pf8) Reden mit den Schwierigen
Interaktiver Workshop – Videogestützte Analyse von Interaktion zwischen Kindern und Jugendlichen sowie ihren Bezugspersonen

Dieses Praxisforum findet auch am 25.
von 9.30 bis 12.30 Uhr statt (= PF 19)
Dr. Jürgen Schmetz
Kinder- und Jugendarzt; Leitung des Instituts für Prävention und Frühintervention im Kindes- und Jugendalter Hamburg/Deutschland

Nicolas Schmetz
Langjährig tätig in der Jugendarbeit; Studium der Soziologe (Diplom 2009); zurzeit in Ausbildung zum Grundschullehrer; freier Mitarbeiter im Institut für Prävention und Frühintervention
 

Reden mit den Schwierigen

Interaktiver Workshop – videogestützte Analyse von Interaktion zwischen Kindern und Jugendlichen sowie ihren Bezugspersonen.

Beziehungen zwischen Menschen sind nicht nur beglückend. Bereits in jungen Familien sind Gefährdungen der Beziehungen sichtbar. Das Miteinander zwischen den Aufwachsenden und ihren Familien oder dem wachsenden sozialen Umfeld (Kindergarten, Schule, Arbeitswelt) braucht ständige Fortentwicklung. Für eine erfolgreiche Begleitung von Entwicklung und ihren Gefährdungen braucht es eine präzise Wahrnehmung der Kinder und Jugendlichen durch Eltern und Professionelle.

Aus der Sicht eines Kinder- und Jugendarztes werden Situationen von gemeinsamen Glück und gemeinsamen Spannungen für das Alter 0-18 erörtert.

Ziel des Workshops ist, mit den TeilnehmerInnen, sich anbahnende Schwierigkeiten zu erörtern und so eine Frühintervention zu ermöglichen.

Der Workshop richtet sich an alle, die beruflich mit Kindern, Jugendlichen und ihren Familien arbeiten. Ferner an interessierte Laien und alle die an einer gesellschaftlichen Weiterentwicklung mitarbeiten.

Es wird dafür geworben, die eigenen kommunikativen Fähigkeiten zu überdenken und in einem neuen Licht noch positiver zu bewerten. Es werden neue Möglichkeiten für den praktischen Alltag geboten.

Die gezeigten Fallbeispiele werden kommentiert von einem Kinder- und Jugendarzt und einem Diplom Soziologen.

Alle Teilnehmer sind eingeladen ihre beruflichen Erfahrungen einzubringen.

Teilnehmer können Fragen und Wünsche an die Referenten vorab an folgende Email-Adresse schicken: praeventionschmetz@me.com

 

Dr. Jürgen Schmetz

Dr. Jürgen Schmetz

  • Kinder- und Jugendarzt, seit 1987 niedergelassen in eigener Praxis,
  • 2001 Gründung des Instituts für Prävention und Frühintervention im Kindes- und Jugendalter
  • Kinder- und Jugendärzte gegen Gewalt – Prävention ab Nabelschnur
  • Wir brauchen das psychosoziale und psychiatrische Screening
  • Eine Streitschrift, Beilage der Zeitschrift „Kinderarzt“ 6/1997
  • In der Folgezeit viele Vorträge und Seminare in Deutschland
  • der Schweiz und in Österreich zu Themen wie:
  • Gewaltprävention ab Nabelschnur
  • Prävention und Frühintervention
  • Wie kommt Gewalt in die Familien u.a.
  • Interdisziplinäre Arbeitskreise, besonders auch politiknah
  • Nachhaltige Innovation gibt es nur mit der Politik – selten gegen sie

 

Nicolas Schmetz

Nicolas Schmetz

Langjährig tätig in der Jugendarbeit; Studium der Soziologe (Diplom 2009); zurzeit in Ausbildung zum Grundschullehrer; freier Mitarbeiter im Institut für Prävention und Frühintervention

 

Praxisforum congress (PF9) Förderung sozialer und
interkultureller Kompetenzen
in der Schule

Dieses Praxisforum findet auch am 25.
von 9.30 bis 12.30 Uhr statt (= PF 23)
Mag.a Dr.in Dagmar Strohmeier
Psychologin, Universität Wien – Fakultät für Psychologie, Institut für Wirtschaftspsychologie – Bildungspsychologie und Evaluation

Mag.a Petra Gradinger
Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Wien – Fakultät für Psychologie, Institut für Wirtschaftspsychologie – Bildungspsychologie und Evaluation
 

Förderung sozialer und interkultureller Kompetenz in der Schule

Hauptanliegen des Workshops ist es, den TeilnehmerInnen praxisnah Handlungswissen zur Förderung sozialer und interkultureller Kompetenz in der Schule zu vermitteln.

Im (kurzen) theoretischen Teil diskutieren wir relevante Begriffe, stellen neueste Studienergebnisse aus Österreich vor und geben einen Überblick über Präventionsmöglichkeiten.

Im praktischen Teil werden Einheiten zur Förderung sozialer und interkultureller Kompetenz aus unserem Präventionsprogramm (WiSK) vorgestellt und auch zum Teil gleich mit den TeilnehmerInnen ausprobiert. Diese Einheiten bestehen aus konkreten Materialien (Arbeitsblättern), sie werden aber erst durch die richtige didaktische Umsetzung zu „echtem“ sozialen Lernen für die SchülerInnen (Stundenbilder).

Wir werden nicht nur die Arbeitsblätter besprechen, sondern auch viele Tipps zur didaktischen Gestaltung der Einheiten geben und einige Übungen mit den TeilnehmerInnen auch ausprobieren.

Den TeilnehmerInnen werden Materialien für die Präventionsarbeit in Schulklassen (Stundenbilder, Arbeitsblätter, Merkblätter, Spielesammlung) zur Verfügung gestellt.

 

Mag. Dr. Dagmar Strohmeier

Mag.a Dr.in Dagmar Strohmeier

Mag.a Dr.in Dagmar Strohmeier, Psychologin, arbeitet seit 2001 als wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Frau Prof. DDr.in Christiane Spiel an der Universität Wien, Fakultät für Psychologie, Institut für Wirtschaftspsychologie, Bildungspsychologie und Evaluation.

Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in der Erforschung von sozialen Beziehungen in der Schule sowie in der Entwicklung, Implementierung und Evaluation von Trainingsprogrammen zur Förderung der sozialen und interkulturellen Kompetenz bei Kindern und Jugendlichen.

Gemeinsam mit Frau Mag.a Dr.in Moira Atria hat sie das WiSK Programm: Förderung von sozialen und interkulturellen Kompetenzen in der Schule entwickelt.

Gemeinsam mit Frau Prof. DDr.in Christiane Spiel hat sie die Generalstrategie zur Gewaltprävention an österreichischen Schulen und Kindergärten „Gemeinsam gegen Gewalt“ entwickelt.

 

Mag. Petra Gradinger

Mag.a Petra Gradinger

Mag.a Petra Gradinger ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Wien, Fakultät für Psychologie, Institut für Wirtschaftspsychologie, Bildungspsychologie und Evaluation.

Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen im Bereich Cyberbullying (Mobbing mit neuen Medien) und E-Learning.

 

Workshop Congress (WS10) Was Kinder und Jugendliche
wirklich brauchen?
Dr.in Soheyla Warnung
Leiterin des Rudolf-Dreikurs-Institut-Austria; Individualpsychologische Beraterin; Ausbilderin für Encouraging-TrainerInnen; Leiterin des Pädagogischen Zentrum Weiz
 

Was Kinder und Jugendliche wirklich brauchen

Die Individualpsychologie geht davon aus, dass das wichtigste Ziel, das jeder Mensch von Geburt an verfolgt, die soziale Eingliederung ist. Es geht um das tiefe Bedürfnis sich zugehörig zu fühlen. Das ist auch, was Kinder und Jugendliche in der Familie und Schule so dringend benötigen und ständig danach suchen, wenn es fehlt.

Fehlt das Zugehörigkeitsgefühl, sprechen wir von Entmutigung. Entmutigte Kinder fallen besonders durch störende Verhaltensweisen wie:

  • – Aufmerksamkeit erregen
  • – Machtkämpfe herausfordern
  • – Vergeltung üben
  • – Jede Art der Zusammenarbeit verweigern

auf.

In solchen Fällen verstärken Verbote, Druck, Strafe, Kontrolle nur mehr die unerwünschten, negativen Verhaltensweisen und sind daher keine geeigneten Maßnahmen für den Umgang mit diesen Kindern und Jugendlichen.

Gleichwertigkeit und Ermutigung dagegen ersetzen den Druck von außen durch Motivation von innen.

Da Ermutigung in erster Linie eine Haltung ist, wirkt jede Methodik ohne sie als Trick.

In diesem Workshop erfahren die TeilnehmerInnen, wie durch die Kraft der Ermutigung das Zugehörigkeitsgefühl der Kinder und Jugendlichen in der Familie, Schule, Kindergarten wieder-hergestellt und gestärkt werden kann, und das wird eine neue Beziehungsqualität ermöglichen.

 

Dr. Soheyla Warnung

Biografie

  • Leiterin des Rudolf Dreikurs Institut Austria, 
  • Individualpsychologische Beraterin,
  • Ausbilderin für Encouraging-TrainerInnen nach dem Schoenaker-Konzept® für Österreich
  • Leiterin des Pädagogischen Zentrum Weiz,
  • LehrerInnenfortbildungen in ganz Österreich seit 1995
  • Ermutigungstraining und Klassenrat für alle Schulstufen und-typen in Zusammenarbeit mit Styria Vitalis – Gesunde Schule
  • Mitgestaltung des herzerwärmenden Ermutigungsspiels MON TRESOR ® - empfohlen von Prof. Dr. Gerald Hüther
  • Vorträge und Seminare für Eltern in ganz Österreich

 

Praxisforum Congress (Pf11) Digitale Medien – Sexuelle
Grenzüberschreitungen!

Dieses Praxisforum findet auch am 25.
von 9.30 bis 12.30 Uhr statt (= PF 24)
Julia von Weiler
Geschäftsführerin von „Innocence in Danger e.V.“, der deutschen Sektion eines internationalen Netzwerks gegen sexuellen Missbrauch
 

Digitale Medien - Sexuelle Grenzüberschreitungen!

Die digitalen Medien bieten wundervolle Möglichkeiten des Ausdrucks und des Austauschs. Gleichzeitig bergen sie allerdings auch große Risiken für Kinder und Jugendliche. Sexualisierte Gewalt findet überall statt, auch mittels digitaler Medien.

Der Vortrag umfasst die Auseinandersetzung von der Verbreitung Materials kinderpornographischer Ausbeutung bis hin zur sexualisierten Ausbeutung im Chat oder Sozialen Netzwerken.

Darüber hinaus sollen Handlungsmöglichkeiten für Prävention und Intervention aufgezeigt werden.

 

Dr. Julia von Weiler

Biographie

Psychologin, Deutschland

Julia von Weiler studierte Psychologie an der New York University und der Freien Universität Berlin.

Während ihres New Yorker Studiums arbeitete sie beim „Children’s Safety Project“ in New York City, wo sie u. a. missbrauchte Kinder begleitete.

Von 1992 bis 1994 arbeitete sie als pädagogische Fachkraft in der „Mädchenvilla“, der damals bundesweit ersten Wohngruppe für missbrauchte Mädchen im Alter von vier bis 14 Jahren in Beckum.

Von 1993 bis 2000 war sie Mitglied des Vorstands des Trägervereins – davon 5 Jahre 1. Vorsitzende.

Von 1999 bis 2002 unterstützte Julia von Weiler von sexuellem Missbrauch betroffene Mädchen und Jungen sowie deren Bezugspersonen in einer Kölner Beratungsstelle.

Danach übernahm sie bis 2007 die psychologische Fachleitung bei der „Kind in Düsseldorf“ gGmbH, einer stationären Facheinrichtung für Diagnostik und Therapie für gewaltgeschädigte Kinder im Alter von drei bis 12 Jahren (www.kid-facheinrichtung.de).

Seit 2003 ist sie die Geschäftsführerin von „Innocence in Danger e.V.“, der deutschen Sektion eines internationalen Netzwerks gegen sexuellen Missbrauch, der sich insbesondere gegen die Verbreitung von Kinderpornographie im und über das Internet einsetzt (www.innocenceindanger.de).

 

Praxisforum Congress (Pf12) Europäische Präventionsmodelle
und -strategien bei Jugendgewalt

Dieses Praxisforum findet auch am 25.
von 9.30 bis 12.30 Uhr statt (= PF 25)
Dr.in Ireen Christine Winter
Universität Wien, Abteilung für Kriminologie, Research Officer (European Crime Prevention Network - EUCPN)
 

Europäische Präventionsmodelle und -strategien bei Jugendgewalt

Gewalt und Aggression bei Jugendlichen ist ein Thema, dass sowohl in den Medienberichten als auch in der Politik regelmäßig diskutiert wird. In der Europäischen Union belegen zahlreiche Expertisen professioneller Akteure, wie es zu Aggression und Gewalt bei Kindern und Jugendlichen kommen kann, welche Einflussfaktoren und Verhaltensmaßnahmen relevant sein könnten und welche Präventionsmodelle bzw. vorbeugenden Strategien sich in den jeweiligen Mitgliedsstaaten als effizient oder wirkungslos erwiesen haben.

Der Workshop möchte den TeilnehmerInnen anhand internationaler Beispiele die Gelegenheit geben, ausgewählte Präventionsprojekte und Empfehlungen zur Bekämpfung von Jugendgewalt kennen zu lernen, zu diskutieren und interaktiv aufzubereiten.

 

Dr. Ireen Christine Winter

Biografie

  • Studium der Rechtswissenschaften, Georg-August-Universität Göttingen
    (1999 1. jur. Staatsexamen, 2003 2. jur. Staatsexamen (Hamburg)
  • 2003-2004: Stadt Frankfurt a.M., Jugend- und Sozialamt
    (Abt. Gefährdete Personen und Auswärtige)
  • 2004 bis dato: Universität Wien, Institut für Strafrecht und Kriminologie (Univ.-Assistentin)

(Forschungsschwerpunkte: Kriminalprävention, Strafvollzug)

  • 2007 bis dato: Research Officer, European Crime Prevention Network
  • 2008 bis dato: Bundeskriminalamt Wien, Kriminalprävention und Opferhilfe

2009 bis dato: Dozentin im Bachelor-Studiengang „Polizeiliches Führungsmanagement“, Fachhochschule Wiener Neustadt

 

Workshop Congress (WS13) Kids im Netz – Was geht ab?

BezInsp Adolf Wöss
Kriminalbeamter, Präventionsschwerpunkte: Gewaltprävention und Jugendarbeit, Zielgerichtete Gewalt an Schulen – Amoklagen, Jugendgewalt und neue Medien

GrInsp Alexander Geyrhofer
Präventionsbeamter im Bereich Sucht– und Jugendgewaltprävention
 

Kids im Netz – Was geht ab?

Realitätsnahe Computerspiele und die virtuellen Surf- und Chatwelten haben eine sagenhafte Anziehungskraft auf Kinder und Jugendliche und machen es notwendig, dass LehrerInnen sich immer wieder neu mit solchen lebensweltlichen Wirklichkeiten und deren Auswirkungen befassen, um auch in diesem Lernbereich wirkungsvoll begleiten zu können.

Durch praxisnahe Beispiele und Übungen werden die Themenbereiche Happy Slapping, Cyber Mobbing (Bulling), Gewaltspiele- und Filme sowie Gefahren in und durch Soziale Netzwerke und Chatrooms besprochen und bearbeitet.

Die TeilnehmerInnen erlangen somit Kompetenzen, Gefahren in und durch neue Medien rasch erkennen zu können und präventiv darauf reagieren zu können.

 

BezInsp Adolf Wöss

BezInsp Adolf Wöss

Kriminalbeamter LKA OÖ – Kriminalprävention: Sonderausbildungen: Lehrgang für dienstführende Wachebeamte, Führungsmanagement und Teamentwicklung, Kommunikation, Umgang mit Konflikten, Projektmanagement, Gewaltprävention und Jugendarbeit, Zielgerichtete Gewalt an Schulen – Amoklagen, Jugendgewalt und neue Medien.

 

GrInsp Geyrhofer Alexander

GrInsp Geyrhofer Alexander

Beruflicher Werdegang:
1979-1983 Maschinenschlosser Fa. Tropper Schwanenstadt
1983-1984 Bundesheer
Seit 01.05.1985 Exekutivbeamter
Seit 2000 Präventionsbeamter im Bereich Sucht – und Jugendgewaltprävention

Zusatzqualifikationen:

  • Basisausbildung am Institut Suchtprävention Linz  2 Module
  • Akademielehrgang Suchtprävention an der PädAk Linz 
  • Spezialistenausbildung Suchtprävention ISP Linz
  • Spezialistenausbildung „Gewalt und Psychologie“
  • Ausbildung bei M.U.Network zum Gewaltpädagogen
  • Zurzeit Ausbildung bei M.U.Network zum Dipl.Soz.Päd Diplom Nord

 

Praxisforum Congress (Pf14) Theaterpädagogische Projekte
zur Sucht- und Gewaltprävention
in Schulen.
Konzepte, Wirkungen und
Rahmenbedingungen
Dr. Michael Wrentschur
Soziologe, Theaterpädagoge, Erziehungs- und Bildungswissenschafter, Kulturschaffender Hochschullehrer an der Universität Graz, Künstlerischer Leiter von InterACT (Werkstatt für Theater und Soziokultur Graz)

Barbara Jauk
Ausgebildete Kinderbetreuerin; Vizepräsidentin und pädagogische Leiterin des Österreichischen Zentrums für Kriminalprävention, Graz

Mag. Armin Staffler
kontakt+co Suchtprävention Jugendrotkreuz

Mag.  Martin Vieregg
Mitarbeiter bei InterACT – Werkstatt für Theater und Soziokultur (Darsteller, Workshop- und Projektleitung, Projektkoordination und -organisation, Regie)
 

Theaterpädagogische Projekte zur Sucht- und Gewaltprävention in Schulen.
Konzepte, Wirkungen und Rahmenbedingungen

Theaterpädagogische Methoden und Projekte in Schulen zählen mittlerweile zu einem bedeutsamen Instrument der Sucht- und Gewaltprävention.
In diesem Praxisforum werden zunächst unterschiedliche theaterpädagogische Präventionsprojekte praxisnah vorgestellt, die sich im schulischen und pädagogischen Kontext über einen längeren Zeitraum hinaus bewährt haben und daher Modellcharakter besitzen. 

Die Präsentation und Diskussion der Projekte ist der Impuls für den anschließenden gemeinsamen Austausch darüber, welche Voraussetzungen und Rahmenbedingungen nötig sind, damit theaterpädagogische Präventionsprojekte im schulischen Kontext wirksam und erfolgreich sein können.

 

Mag. Dr. Michael Wrentschur

Mag. Dr. Michael Wrentschur

Geb. 1966 in Graz
Soziologe, Theaterpädagoge, Erziehungs- und Bildungswissenschafter, Kulturschaffender

Hochschullehrer an der Universität Graz, Institut für Erziehungs- und Bildungswissenschaft, Arbeitsbereich Sozialpädagogik: Arbeitsschwerpunkte in Lehre und Forschung: Theaterarbeit in sozialen Feldern; Soziokultur und Partizipation; szenisches Forschen

Künstlerischer Leiter von InterACT, Werkstatt für Theater und Soziokultur Graz.

Leitung zahlreicher theaterpädagogischer Workshops, Projekte und Produktionen zur Sucht- und Gewaltprävention; BürgerInnenbeteiligung; Konflikte im öffentlichen Raum; (Neue) Armut, Wohnungslosigkeit, Arbeitslosigkeit.

 

Barbara Jauk

Barbara Jauk

geboren 1974 in Bruck an der Mur

Matura BORG Kindberg

Verheiratet, 3 Kinder

2000/2001 Ausbildung zur Kinderbetreuerin

Seit 2001 theaterpädagogische Tätigkeit beim Österrichischen Zentrum für Kriminalprävention

Seit 2006 Pädagogische Leiterin beim Österreichischen Zentrum für Kriminalprävention

2007/08 Betreuerin im Regenbogenhaus, Verein zur Förderung alternativer Lehrmethoden

2009 Referentin bei Styria Vitalis

www.aktiv4u.at

 

Mag. Armin Staffler

Mag. Armin Staffler

Geb. 1975, Innsbruck

Politologe und Theaterpädagoge BuT®, seit 2000 Durchführung der theaterpädagogischen Angebote „act it – Forumtheater“ von „kontakt+co Suchtprävention Jugendrotkreuz“ in Schulen, Jugendzentren und Gemeinden.

Lehrtätigkeit am Institut für LehrerInnenbildung und Schulforschung der UNI Innsbruck und am UNESCO Chair for Peacestudies. Autor des Buches „Augusto Boal. Einführung“ (Oldib-Verlag, 2009)

Obfrau-Stellvertreter bei spectACT – Verein für politisches und soziales Theater.

Zahlreiche theaterpädagogische Präventionsprojekte zu Themen der Gesundheit und des Zusammenlebens

 

Mag. Martin Vieregg

Mag. Martin Vieregg

Jg. 1976, Studium der Pädagogik, Absolvent des Theaterpädagogik-Lehrgangs „Spielend Leben lernen", Fortbildungen in Öko- und Sexualpädagogik und u.a. bei Augusto Boal (BRA), Lee Breuer (USA), Claudia Buser (D), etc. Seit 1999 als freier Mitarbeiter bei InterACT, seit 2005 angestellt.

 

Workshop extern (WS15) EINS-DREI -DREI Polizei!
Tipps für Kids

Workshop für Volksschulklassen
im Polizeistützpunkt West
(8020 Graz, Karlauerstraße 14)
von 8–10 und 10–12 Uhr
Anmeldung an der KinderUNI Graz
GrInsp Heimo Zenz
Polizist in Graz im Kriminaldienst – Schwerpunkt Kriminalprävention
 

EINS-DREI-DREI Polizei! – Tipps für Kids!

Kinder sollten über mögliche Gefahren Bescheid wissen – nur so können sie zu „starken“ Kindern werden, die sich zu helfen wissen (auch indem sie wissen, woher Hilfe kommen kann)! In diesem lebendig gestalteten Workshop erfahren sie, was Polizistinnen und Polizisten alles zu tun haben, welche Hilfe und Unterstützung die Polizei anbietet und wie das dann, wenn’s benötigt wird, „funktioniert“.  Auch die Themen „Gewalt“ und „Umgang mit Fremden“ werden angesprochen und diskutiert.
Auf einen spannenden Vormittag mit vielen interessierten Kids freut sich Gruppeninspektor Heimo Zenz vom Stadtpolizeikommando Graz (Kriminalreferat, Fachbereich 4).

 

GrInsp Heimo Zenz

Biografie

Ich bin 50 Jahre, verheiratet und habe eine Tochter (25 Jahre).

Nach Abschluss der Pflichtschule erlernte ich einen handwerklichen Beruf. Die Ausbildung schloss ich mit Auszeichnung ab. Anschließend Bundesheer. Seit 29 Jahren Polizist bei der Grazer Polizei. Davon 25 Jahre auf der Polizeiinspektion Lendplatz und 4 Jahre beim Kriminaldienst – Kriminalprävention.

Ich übe die Präventionstätigkeit leidenschaftlich und aus Idealismus aus.

 

19–22 Uhr                               im Steiermarksaal (congress graz)

Empfang und Verleihung des Österreichischen Präventionspreises 2010

 

Empfang und Verleihung des Österreichischen Präventionspreises 2010
Heuer wird zum zweiten Mal der Österreichische Präventionspreis verliehen.

Thema 2010:

„Grenzen-Los!“
Gegenwart und Zukunft der „digital natives”

 

Details zum Österreichischen Präventionspreis 2010

 

 

Weiterführendes:

Programm als PDF downloaden

Zur Anmeldung