| Auftaktveranstaltung 22. November 2010 |
Kongress, 1. Tag 24. November 2010 |
Kongress, 2. Tag 25. November 2010 |
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Kongress-Auftaktveranstaltung
Am 22. 11. 2010 findet in der Aula der Pädagogischen Hochschule Steiermark die Präsentation des Stückes „Ich werde es sagen” (zum Thema sexueller Missbrauch) mit anschließender Podiumsdiskussion und kleinem Buffet statt.
Wenn Sie Interesse haben daran teilzunehmen, bitten wir Sie, sich im Kongressbüro (Projektleitung: Mina Kerstein) anzumelden. Achtung: begrenzte TeilnehmerInnenzahl – Einlass nur mit Einladung!

Der HintergrundMissbrauchtes VertrauenKinder vertrauen Erwachsenen. Vor allem denen, die sie gern haben. Das auszunutzen ist eines der infamsten Verbrechen an der kindlichen Seele – und wird alleine in Deutschland jedes Jahr an über 15.000 Jungen und Mädchen begangen. Und diese Zahl benennt nur die gemeldeten Fälle. Denn viele Opfer schweigen. Sie bleiben gefangen in der verhängnisvollen Spirale aus Schuldgefühlen und Scham, Ekel und Selbsthass, Verzweiflung und Angst. Den Dänen Kristian Ditlev Jensen kostete es 20 Jahre, bevor er über sein persönliches Martyrium und seine Verletzungen sprechen konnte. Sein autobiografischer Roman „Ich werde es sagen!“ gibt uns Einblick in das unermessliche Leid eines Jungen und in die psychologischen Methoden eines pädosexuellen Täters. Die Handlung„Jetzt habe ich es gesagt.“In einem eindrucksvollen Monolog haben wir Kristians Selbstzeugnis für die Bühne dramatisiert. Denn um ins Innerste eines Menschen zu blicken, braucht es nur eines: einen Menschen und seine schonungslose Offenheit. In einem nahezu leeren Raum findet Kristian ein kleines in Zeitungspapier gewickeltes Paket – voll versteckter, verdrängter und verleugneter Erinnerungen und Gefühle. Reinhard Gesse spielt den Mann und das Kind, das er einst war. Sein Monolog lässt das Publikum nicht nur die Wut und Verzweiflung des Opfers spüren, sondern auch die Gewalt, Autorität und Macht des Täters. Unser ZieleNur nicht schweigen.Es ist uns ein großes Anliegen, der Tabuisierung von sexuellem Missbrauch durch Aufklärung entgegenzuwirken. Jugendliche wie Erwachsene wollen wir mit diesem Stück deshalb nachhaltig für das Thema sensibilisieren und auf Jungen als Opfer hinweisen. Dabei verbreitet „Ich werde es sagen“ bei aller Härte und Schonungslosigkeit Hoffnung. Ohne seine verzweifelte Hoffnung wäre es Kristian nie gelungen, aus der Hilflosigkeit auszubrechen und sein Leben zu retten. Und das Stück macht Mut, selbst die schrecklichsten Wahrheiten offen auszusprechen – und die Täter anzuklagen.
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