Kooperationspartner
Bundeskanzler Werner Faymann
Bundeskanzler der Republik Österreich
Fast täglich werden wir mit Taten konfrontiert, die die rechtlichen sowie moralischen Grundlagen des menschlichen Zusammenlebensrauch missachten und oft jenseits des gesunden menschlichen Vorstellungsvermögens liegen. Unweigerlich taucht dann in den Medienberichten die Frage auf, wie es zu diesen Verbrechen kommen konnte und warum der Staat nicht präventiv gegen diese vorgeht.
Diese Frage lässt sich jedoch nicht mit logischen Überlegungen oder herkömmlichen Mustern beantworten, denn so vielfältig, wie die Verbrechen begangen werden, so vielfältig sind auch die Menschen und die Beweggründe, die dazu geführt haben. Aus der Vergangenheit wissen wir lediglich um den mangelnden Erfolg von Strategien, die sich einzig auf die Mitteln der Abschreckung oder des Verbotes gründen. Es bedarf daher subtilerer Überlegungen im Rahmen einer umfassenden Präventionsarbeit, um positive Effekte zu erzielen.
Der 2. Österreichische Präventionskongress bietet hier eine ausgezeichnete Möglichkeit, um geeignete Methoden zu besprechen, Erfahrungen auszutauschen und sich zu vernetzen.
Ich bedanke mich daher bei den OrganisatorInnen sehr herzlich für ihr Engagement und ihre Initiative und wünsche Ihnen und den ReferentInnen und TeilnehmerInnen eine erfolgreiche und konstruktive Veranstaltung!
Werner Faymann
Bundeskanzler
Dr. Maria Fekter
Bundesministerin für Inneres
Beitrag der Polizei zur Sicherheit vor Jugendkriminalität
Wann immer das Thema Jugendkriminalität zur Sprache kommt, werden zwei Fragen diskutiert: Steigt die Jugendkriminalität quantitativ oder nimmt die Gewalt, die von Jugendlichen ausgeht qualitativ zu? Was die Kriminalstatistik betrifft, so ist die Zahl der Anzeigen gegen Jugendliche in Relation zur Zahl der Anzeigen gegen Erwachsene in den letzten Jahrzehnten tendenziell leicht gestiegen. Die Ursache dafür wird breit diskutiert: Nicht nur wird sie in einer Zunahme der Kriminalitätsbereitschaft unserer Jugend zu finden sein. Sie kann unter anderem auch in einem steigenden Anzeigeverhalten der Bevölkerung liegen. Das wiederum kann zum Beispiel an einer zunehmenden Sensibilität gegenüber der Jugendkriminalität.
Was die Qualität der Straftaten Jugendlicher betrifft, wird immer wieder von Gewaltexzessen berichtet, die auf ein mangelndes Unrechtsbewusstsein schließen lassen. Auch ein mangelndes Bewusstsein der körperlichen Integrität eines anderen dürfte oft dem zugrunde liegen.
Wenn wir über Jugendkriminalität diskutieren, dürfen wir aber eines nicht vergessen: Die Jugend ist ein Produkt unserer Gesellschaft und somit ein Produkt der Welt, wie wir sie gestalten. Es liegt somit in unserer Verantwortung, Jugendkriminalität an ihren Wurzeln zu bekämpfen. Diese Verantwortung teilt sich auf, und zwar in erster Linie auf all jene, die Kinder und Jugendliche direkt auf ihrem Weg ins Leben begleiten wie vor allem Eltern, Großeltern, Pädagoginnen und Pädagogen. Auch die Polizei übernimmt einen Teil dieser Verantwortung – einerseits in der Repression, also der Verfolgung von Jugendstraftaten, und andererseits in der Prävention.
Es ist mir ein Hauptanliegen, Sicherheit zu gestalten und daher bekämpft die Polizei bestimmte kriminelle Erscheinungsformen sehr gezielt, etwa den Handyraub, Körperverletzungen oder Erpressungen unter Jugendlichen, Diebstähle in Kaufhäusern etc. Darin sind wir sehr erfolgreich. Es ist uns beispielsweise gelungen, den Handyraub in Wien weitgehend in den Griff zu bekommen. Um Körperverletzungen bei Festen zu verhindern, treten unsere Polizistinnen und Polizisten schon im Vorfeld so massiv wie möglich auf.
Auch in der Prävention im Vorfeld leisten unsere Bediensteten einen wesentlichen Beitrag. Das Bundeskriminalamt hat österreichweit knapp 280 Polizistinnen und Polizisten zu Präventionsbeamten ausgebildet, so dass sie vorwiegend in Schulen mit Jugendlichen arbeiten können. Eines unserer Hauptziele als Polizei ist es, die Jugendlichen darüber aufzuklären, was erlaubt und was verboten ist und ihr Rechtsbewusstsein zu schärfen. Dafür haben wir eigene Programme entwickelt, etwa das Programm „Out – die Außenseiter“ oder „Klick & check“. In der Suchtprävention arbeiten wir in erster Linie mit den Suchtfachstellen der Länder zusammen. Dabei werden umfassende Projekte mit den Jugendlichen entwickelt.
Da der Gruppendruck sowohl in der Jugendkriminalität allgemein als auch in der Suchtproblematik eine wesentliche Rolle spielt, muss die Prävention dort ansetzen. Wenn wir in der Prävention mit Jugendlichen erfolgreich sein wollen, müssen wir ihr Selbstvertrauen ausbilden und ihre Widerstandskraft stärken. Daher zielen die Programme der Polizei genau darauf ab.
Selbstverständlich steht unsere Polizei auch hier mit Rat zur Seite: wenden Sie sich an ihr Landeskriminalamt – Assistenzbereich Kriminalprävention – unter der bundesweiten Servicenummer 059133 oder über die Homepage des Innenministeriums: www.bmi.gv.at/praevention
Die Sicherheit in einem Land ist eine wesentliche Säule der Lebensqualität. Daher ist es mein Ziel, Österreich zum sichersten Land der Welt zu machen. Der Beitrag der Polizei in der Prävention und Bekämpfung der Jugendkriminalität ist als Baustein auf diesem Weg zu verstehen.
Dr. Maria Fekter
Bundesministerin für Inneres
Gabriele Heinisch-Hosek
Bundesministerin für Frauen und öffentlichen Dienst
Der Präventionskongress widmet sich nach seinem großen Erfolg im Mai letzten Jahres mit dem Thema „Das geht zu weit! – Wie begegnen wir Grenzüberschreitungen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen“ auch heuer wieder einem gesellschaftspolitisch ganz wichtigen Bereich. Denn Kinder und Jugendliche sind unsere Zukunft in die wir investieren müssen!
Auf der einen Seite müssen wir Präventionsmaßnahmen ergreifen, dass Kinder und Jugendliche gar nicht erst gewalttätig werden und auf der anderen Seite müssen wir Kinder davor schützen, Gewalt von Erwachsenen ausgesetzt zu sein. Im Zentrum dabei steht, unseren Kindern eine Zukunftsperspektive zu geben und ein gewaltfreies Umfeld zu garantieren.
Das Thema des Kongresses ist sehr umfangreich und hat viele Facetten, die an den zwei Tagen sicherlich ausführlich diskutiert werden. Als Frauenministerin ist es mir vor allem ein Anliegen, Mädchen und junge Frauen vor Gewaltübergriffen jedweder Art zu schützen. Empowerment und die Stärkung des Selbstbewusstseins und Selbstwertgefühls von jungen Menschen halte ich in diesem Zusammenhang für ganz zentral. Dies umfasst das Aufzeigen von gewaltfreier Konfliktbewältigung und einen respektvollen Umgang auf Augenhöhe. Um Kindern und Jugendlichen eine Orientierung zu geben, müssen Erwachsene ihnen näher bringen: Was bedeutet Recht und wo beginnt Unrecht?
Ich freue mich sehr, dass beim Präventionskongress auch der Dialog mit Kindern und Jugendlichen geführt wird. Denn nur durch die Integration von Kindern und Jugendlichen in die Diskussion, können gemeinsam wirksame Strategien und Maßnahmen in der Gewaltprävention, der Jugendkriminalität, dem Schutz vor sexuellem Missbrauch oder vor Kinderpornographie ausgearbeitet und umgesetzt werden.
Abschließend möchte ich mich für das unermüdliche Engagement im Präventionsbereich beim Initiator und den VeranstalterInnen des Präventionskongresses ganz herzlich bedanken und wünsche einen erfolgreichen Kongress!
Gabriele Heinisch-Hosek
Bundesministerin für Frauen und Öffentlichen Dienst
Dr. Josef Ostermayer
Staatssekretär im Bundeskanzleramt
Wir alle leben heute in einem kulturellen Umfeld, das die Grenzenlosigkeit hoch schätzt. Zudem suchen Menschen fortwährend nach neuen, immer spektakuläreren Erfahrungen, von denen sich manche im Graubereich des Möglichen oder Legalen befinden. Gleichzeitig haben wir uns in unserer technikorientierten Welt daran gewöhnt, Schäden unseres Handelns einfach zu reparieren. Dabei gerät in den Hintergrund, dass Reparaturen am menschlichen Körper oder an der menschlichen Seele vielfach gar nicht möglich sind.
Unser aller Hauptaugenmerk soll und muss daher in der Präventionsarbeit liegen. Sicherheit und Prävention sind dabei umfassende Prinzipen, die die Zusammenarbeit vieler unterschiedlicher Disziplinen, von der Polizei bis zu den Lehrerinnen und Lehrern, von der Sozialarbeit bis zur Psychologie usw. erfordert. Dieser Anspruch richtet sich freilich nicht nur an die Politik. Er sollte auch das leitende Ideal aller Professionen sein, die der Politik mit Ihrem Fachwissen zur Seite stehen muss.
Ich darf Ihnen zu Ihrem vielschichtigen Programm gratulieren, einen erfolgreichen Kongress und viele spannende, zielführende Beratungen wünschen.
Dr. Josef Ostermayer
Mag. Franz Voves
Landeshauptmann von Steiermark
Sicherheit bzw. das Sicherheitsgefühl ist ein wichtiger Bestandteil und Gradmesser unserer Lebensqualität sowie des persönlichen Wohlbefindens und spielt in die vielfältigsten Bereiche unseres Lebens entscheidend hinein. Vor allem der Schutz von Kindern und Jugendlichen muss dabei eine besondere Berücksichtigung erfahren.
„Activpraeventiv“ nimmt sich als Initiator des 2. Österreichischen Präventionskongresses unter anderem ausführlich der Themen Sucht, Missbrauch, Gewalt und Eigentumskriminalität an, um somit nicht nur ein Problembewusstsein zu schaffen, sondern auch für mehr Sicherheit in unserem täglichen Leben zu sorgen.
Der diesjährige Präventionskongress widmet sich nunmehr dem Thema „Das geht zu weit!“, wobei Grenzüberschreitungen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen ausführlich erörtert werde. Das Besondere dabei ist, dass erstmalig nicht nur über Kinder und Jugendliche gesprochen wird, sondern diese aktiv an Diskussionen und Problemerörterungen teilnehmen, sich und ihre Perspektiven maßgeblich dazu einbringen können.
Allen, die zur erfolgreichen Entwicklung dieses wichtigen Projektes beitragen, sei hiermit für ihr großes Engagement und ihre umfangreiche Arbeit recht herzlich gedankt. Der Einsatz lohnt sich, denn Sicherheit geht uns alle an!

Mag. Franz Voves
Landeshauptmann der Steiermark
LHStv. Hermann Schützenhöfer
Erster Landeshauptmann-Stellvertreter der Steiermark
Nach dem großen Erfolg des 1. Österreichischen Präventionskongresses, der im Mai 2009 in Graz stattgefunden und weit über unsere Landesgrenzen hinaus große Beachtung gefunden hat, wird sich der 2. Österreichische Präventionskongress im November 2010 dem Thema Grenzüberschreitungen widmen. Unter dem Titel „Das geht zu weit !“ werden Grenzüberschreitungen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, der Themenkomplex Jugendkriminalität und Jugendgewalt und das Thema Amok aufgegriffen.
Ziel des Präventionskongresses 2010 ist es, die zahlreichen von dieser Thematik betroffenen Akteurinnen und Akteure zu vernetzen, Präventionsmöglichkeiten aufzuzeigen und Handlungsvorschläge und Lösungsstrategien zu diskutieren und zu entwickeln. Besonders erfreulich ist, dass neben Erwachsenen mehr als 200 Kinder und Jugendliche den Kongress selbst inhaltlich mitgestalten und so ihre Probleme, Meinungen und Perspektiven aktiv einbringen können.
Sicherheit ist ein ganz zentraler Bestandteil für unsere Lebensqualität. Fragen der Sicherheit und des subjektiven Sicherheitsempfindens sind ernst zu nehmen und konsequent zu diskutieren und zu lösen.
Meinen ausdrücklichen Dank möchte ich in diesem Sinne Günther Ebenschweiger und seinem Team aussprechen, die sich seit Jahren für Sicherheit und Prävention engagieren und den 2. Österreichischen Präventionskongress mit unermüdlichem Einsatz organisieren.
Ich hoffe, dass viele Steirerinnen und Steirer gemäß dem Leitspruch „Aufmerksam sein, aufmerksam machen“ diese Gelegenheit nutzen und sich mit dem Thema Sicherheit und Prävention auseinandersetzen!
Mit herzlichen Grüßen
Hermann Schützenhöfer
Landeshauptmann-Vize
LRin Mag.a Elisabeth Grossmann
Landesrätin für Jugend, Frauen, Familie und Bildung der Steiermark
Sehr oft braucht es lange, oft auch zu lange, bevor Kinder oder Jugendliche den Mut haben, „Stopp, das geht zu weit!“ zu sagen. „Stopp“ zu sagen zu Grenzüberschreitungen von Kindern und Jugendlichen oder gegenüber Kindern und Jugendlichen. Der 2. Österreichische Präventionskongress soll einen gesellschaftlichen Diskussionsprozess in Gang bringen, Möglichkeiten der Prävention in den Bereichen Kriminalitätsprävention und Gesundheitsförderung aufzeigen, Lösungsansätze erarbeiten. Ich danke allen Beteiligten für die Entwicklung dieses wichtigen Projektes und wünsche bei der Durchführung dieses Kongresses gutes Gelingen.
Mag.a Elisabeth Grossmann
Mag. Siegfried Nagl
Bürgermeister der Stadt Graz
Liebe sicherheitsbewusste Bürgerinnen und Bürger!
Der Präventionskongress hat sich etabliert und ist zu einer Fixveranstaltung im Grazer Kongresswesen geworden.
Das ist nicht verwunderlich, denn „Sicherheit“ ist das Thema, das in Umfragen regelmäßig unter den drei wichtigsten Begriffen der Bevölkerung rangiert.
Wie sicher ist meine Umgebung? Muss ich mich fürchten? Wovor muss ich mich nicht fürchten? Wie kann ich mich vor objektiven Gefahren am besten Schützen. Wie schaut es im Umgang mit den verschiedensten Gruppen aus, die ich als Lehrerin / Lehrer, als Angestellte(r) oder Außendienstmitarbeiterin /-mitarbeiter treffe? Was kann ich beherzigen, was sollte ich wissen?
Das sind die Fragen, auf welche man bei den zahlreichen Vorträgen und Seminaren im Rahmen des Präventionskongresses Antworten bekommt.
Die Stadt Graz setzt wenn es um Sicherheit geht auf das Team des Präventionskongresses rund um Günther Ebenschwaiger, und ist von Anbeginn als Förderin dabei, weil das Gefühl der Sicherheit ganz wesentlich zur Lebensqualität einer Stadt gehört!
Ich hoffe, dass zahlreiche Mitbürgerinnen und Mitbürger die Gelegenheit nutzen und sich umfassend informieren.
Mit freundlichen Grüßen!

Mag. Siegfried Nagl
Bürgermeister der Landeshauptstadt Graz
Mag.a Christa Peinhaupt
Leiterin Fonds Gesundes Österreich
Gesundheitsförderung und Primärprävention sind die Handlungsfelder
des Fonds Gesundes Österreich als bundesweite Förderstelle
und Kompetenzzentrum. Bei dem Ziel, Österreich zu einem gesünderen
Land zu machen, brauchen wir die Unterstützung
aller Politikbereiche.
Mag.a Christa Peinhaupt
Fonds Gesundes Österreich
Erich Marks
Geschäftsführer des Deutschen
Präventionstages (DPT)
Die vorliegenden Erfahrungen zeigen, Kriminalprävention gelingt besonders gut, wenn sie als gesamtgesellschaftliche und interdisziplinäre Netzwerkarbeit angelegt ist. Präventive Netzwerkarbeit ist dabei auf und zwischen allen zentralen Ebenen zu leisten: der kommunalen bzw. regionalen Ebene, der nationalen Ebene, der europäischen sowie der internationalen Ebene. Der Österreichische Präventionskongress ist eine neue und bedeutende Möglichkeit für einen zusätzlichen und verbesserten Informations- und Erfahrungsaustausch auf nationaler Ebene und darüber hinaus.
Die vereinbarte Partnerschaft zwischen dem Österreichischen Präventionskongress und dem Deutschen Präventionstag ist Ausdruck für die bereits bestehenden guten Arbeitsbeziehungen zwischen Österreich und Deutschland und möchte einen wichtigen Beitrag leisten für weitergehende länderübergreifende Kooperationen im deutschsprachigen und europäischen Raum.
In einigen Jahren wird es deshalb vermutlich selbstverständlich sein, dass die Delegationen der Kongressteilnehmenden und Referierenden aus dem jeweils anderen Land kontinuierlich größer werden und zusätzliche Möglichkeiten des voneinander Lernens entstehen.
Dem Österreichischen Präventionskongress wünsche ich erfolgreiche Beratungen und eine gute Entwicklung in den kommenden Jahren.
Erich Marks
www.praeventionstag.de














