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Stark gegen häusliche Gewalt:
Kinder und Jugendliche schützen und stärken

Der 5. Österreichische Präventionskongress findet heuer am 7. und 8.11.2016 im Steiermarkhof in Graz statt.

Präventionskongress 2016

Kinder sind von der zwischen erwachsenen Partnern stattfindenden Gewalt immer mittelbar und/oder unmittelbar betroffen. Die Gewalterlebnisse wirken sich vielfältig auf die Lebenssituation, die Gesundheit und die Entwicklungschancen der Mädchen und Buben aus. Sie reichen von körperlichen Verletzungen über die Beeinträchtigung der emotionalen, physischen und kognitiven Entwicklung bis hin zu ggf. langfristig wirkenden traumatischen Schädigungen.

Das Erleben häuslicher Gewalt hat zudem erhebliche Auswirkungen auf das Erlernen von Problemlösungsmustern, Konfliktkompetenzen und eigenes späteres Gewalthandeln oder Gewalterleben. Zusätzlich zum Wissen über häuslichen Gewalt (Gewalt zwischen den Eltern) müssen wir daher die Perspektiven der Kinder und Jugendlichen deutlicher ins Zentrum rücken, da diese gravierend belastet werden.

Das Miterleben von Gewalt gegen einen Elternteil hat langfristige Folgen für die kindliche Entwicklung, sowohl emotional wie kognitiv. Das Risiko, dass gewalttätiges Verhalten in die nächste Generation weitergegeben wird, ist sehr groß.

Kongressziele

Mit dem Ziel, Kinder und Jugendliche als Opfer häuslicher Gewalt zu schützen und zu stärken, initiiert das Österreichische Zentrum für Kriminalprävention mit der Plattform für Kriminalprävention als Veranstalter diesen 5. Österreichischen Präventionskongress.

ExpertInnen aus Wissenschaft, Forschung und Praxis aus Österreich, der Schweiz, aus Deutschland und den USA stellen dabei zentrale Ergebnisse, aber auch Probleme vor, mit denen wir in der Unterstützung von Kindern im Kontext häuslicher Gewalt konfrontiert sind.

Im Mittelpunkt der Input-Referate werden die Situation der Mädchen, Buben und der Familien, unterschiedliche Arbeitsabläufe involvierter Institutionen aus Prävention, Intervention und Beratung sowie daraus resultierende Entscheidungen und Handlungsweisen behandelt. Eine vertiefende Diskussion der aufgeworfenen Themen und Fragen erfolgt in den anschließenden Praxis- und Diskussionsforen.

Der Kongress soll …

… zu einer praxisnahen Auseinandersetzung über Stand, Erfolge, Probleme und Handlungsperspektiven hinsichtlich des Schutzes und der Stärkung von Kindern und Jugendlichen als Opfer häuslicher Gewalt beitragen

… Raum bieten, um Arbeitsansätze kennen zu lernen, Möglichkeiten und Grenzen der Intervention und Prävention zu diskutieren sowie die interdisziplinäre Kooperation zu vertiefen

… dazu beitragen, gemeinsam im Gespräch zu bleiben und vorhandene Ansätze der Kooperation und der praktischen Unterstützung für Kinder und Jugendliche weiter zu entwickeln.

Kinder wurden lange „vergessen“ bzw. „übersehen“, wenn es um häusliche Gewalt ging. Sie blieben am Rande oder gar außerhalb des Blickfeldes, obwohl sie von der Gewalt zu Hause immer mitbetroffen sind!

Der 5. Österreichische Präventionskongress stellt die Betroffenheit von Kindern und Jugendlichen bei häuslicher Gewalt ins Zentrum und diskutiert im Sinne von – „Vom Kind aus denken“ – Ansätze der Hilfe für betroffene Mädchen und Buben!